Wenn Porsche-Fahrer plötzlich flüchten müssen

Motor / 04.07.2014 • 13:17 Uhr
Porsche auf der Flucht vor Überfall: Mit Highspeed durch die Tore – da wird’s richtig eng. Fotos: Werk/Houdek
Porsche auf der Flucht vor Überfall: Mit Highspeed durch die Tore – da wird’s richtig eng. Fotos: Werk/Houdek

Entspannte Stadtfahrt. Plötzlich vermummte Gestalten. Da hilft nur eine ,,Fluchtwende“.

Porsche. Das Leben birgt so manche Gefahren. Besonders wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Und das nicht nur im relativ sicheren Österreich, sondern auch in Ländern, in denen Kriminalität zum Alltäglichen zählt. Vor bösen Überraschungen ist niemand sicher. Wie man sich dagegen schützen kann, lernt der sicherheitsbewusste Autofahrer bei Porsche.

„Porsche High Safety“: Porsche Österreich bietet seit mehreren Jahren ein spezielles Fahrtaktik- und Sicherheitstraining an, das sich in erster Linie an Kundengruppen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis richtet. Was dahintersteckt: Wer ein attraktives, sportliches und teures Auto fährt, ist logischerweise eher eine Zielscheibe für kriminelle Gelüste als ein Kleinwagenpilot im betagten Gebrauchtauto.

Instruktoren bei „Porsche High Safety“ sind Top-Sicherheitsexperten der österreichischen Polizei. Die von den Experten vermittelte Taktik gegen Kriminalität beruht auf Erfahrungen und dem Wissen, was so abläuft in Ländern wie Rumänien, Bulgarien, aber auch in gewissen südeuropäischen Urlaubsregionen oder auch in der mafiosen Gangsterszene von Großstädten.

Richtig reagieren

Gefahren richtig einschätzen und darauf reagieren. Das ist das Thema des Porsche-Fahrtrainings. Es wird auf abgesperrten Strecken durchgeführt und unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Schleuderkursen, Grundfahr- oder Drifttrainings. Auf der Rennpiste von Spielberg und dessen Fahrtechnikcenter standen wenige Tage nach dem Grand Prix auch die VN vor den Mündungen von Verbrecherwaffen.

Es waren nur Attrappen und in den Gangsterkostümen steckten glücklicherweise nur unsere freundlichen Sicherheitstrainer. Aber ein gewisser Stress ist es schon, wenn man unter diesem Druck alles richtig machen soll: Vollgas im Rückwärtsgang (wer fährt so jemals 50, 60, 70 km/h?), Gas weg, energischer Riss am Lenkrad, ersten (oder zweiten) Gang hinein, während sich das Auto dreht, volle Beschleunigung, Abhauen so schnell es geht. Da staunen die Gangster!

Nicht alles, was man bei Porsche High Safe „erfährt“, wird im Fall des Falles so perfekt funktionieren. Aber man lernt so manches über das Beherrschen des Autos und die Reaktion in Extremsituationen. „Sturzräume“, gesperrte Strecken und das Know-how der Instruktoren machen anspruchsvolle Fahrsituationen möglich – und deren Training bis zur Beherrschung der Situation.

Fahren unter Stress

Reaktionsübungen stehen auf dem Programm, Überhol- und Ausweichmanöver sowie schnelles Fahren in Stress-Situationen. Richtiges Reagieren statt Schock und Panik lautet die Devise. Wenn von links oder rechts urplötzlich ein Gangsterauto dahersaust, wenn bei hohem Tempo Gegenstände (aus Schaumstoff) auf die Fahrbahn segeln und man blitzschnell reagieren soll, auch im Konvoi, mit knappstem Abstand, oder wenn man Tore anvisieren muss, die bei zunehmendem Speed immer enger werden: In solchen Fällen kann der Lenker oder die Pilotin schon feuchte Hände bekommen hinterm Volant – und froh sein, dass sie/er einen Porsche fährt.

Trainiert wird auf allen aktuellen Porsche-Modellen, vom Boxter über den 911er, den Panamera und den neuen Macan bis zum Porsche Cayenne.

Selbst wenn der Fall des Falles nie eintreten sollte: Man hat viel gelernt bei Porsche High Safety. Und Spaß gehabt. Mit Sicherheit.

Macht Spaß, so ein Sicherheitstraining.
Macht Spaß, so ein Sicherheitstraining.
Gefahrensituation wird simuliert.
Gefahrensituation wird simuliert.

Fakten

Porsche High Safety

» Termine: Jährlich zwischen zwei und vier eintägige Fahrtrainings. Nächster Termin: 13. und 14. Oktober in Spielberg

» Kostenbeitrag: 690 Euro/ Person

» Anmeldungen: www.porsche.at