Michael Gasser

Kommentar

Michael Gasser

Fahrer als Passagier

Motor / 15.02.2013 • 13:47 Uhr

Hersteller entwickeln längst das selbstfahrende Automobil, das eigenständig beschleunigt, bremst und lenkt. Autos werden immer intelligenter und damit selbstständiger. So soll die Zahl der Verkehrsopfer drastisch reduziert werden.

Die Entwicklung jedenfalls schreitet rasch voran. Schon jetzt wird speziell in der Oberklasse Technik eingesetzt, die aktiv ins Geschehen eingreift und die gröbsten Fahrfehler ausbügelt. Schließlich geht vom Fahrer die größte Gefahr aus. Menschliches Versagen ist Unfallursache Nummer eins.

Die Luftfahrt ist ein gutes Beispiel dafür, was in absehbarer Zeit auch auf den Straßen passieren könnte. Längst steuern Autopiloten die Fluggeräte mal abgesehen von Start und Landung von Flughafen zu Flughafen. Passagiere haben sich daran gewöhnt, dass die Technik das Kommando führt.

Und sollte mal was schief laufen, übernehmen erfahrene Piloten, die fortlaufend geschult werden, das Steuer. Die Airlines sind bemüht, ihr Personal in Form zu halten.

Beim Auto wird das anders sein. Der Fahrer wird die Freiheit als Passagier nutzen, er wird im Internet surfen, Mails beantworten und dem selbstfahrenden Auto die gesamte Verantwortung überlassen. Ob das gut geht?

michael.gasser@vn.vol.at, 05572/501-265