Ein Laster mutiert zum Lifestyler

Motor / 30.11.2012 • 14:31 Uhr
Die jüngst aufgefrischte, die sechste, Generation des Toyota Hilux bietet höhere Wohnlichkeit und nochmals gesteigerte Flexibilität.
Die jüngst aufgefrischte, die sechste, Generation des Toyota Hilux bietet höhere Wohnlichkeit und nochmals gesteigerte Flexibilität.

Statt Arbeitsmaterial hat ein Pick-Up oft Sport- und Freizeit-Equipment geladen.

PICK-UPS. Pritsche war gestern. Pick-Up ist heute. Ersteres Vokabel, das einerseits eine recht spartanische Liegestatt bezeichnet, andererseits ein ebenfalls spartanisch gehaltenenes, auf simple (Grob-)Transport-Praxis ausgelegtes Fahrzeug mit Fahrerkanzel und Ladefläche bezeichnet, ist aus der Mode geraten. Cooler klingt Zweiteres. Und wesentlich cooler und vor allem stylischer ist die damit bezeichnete Fahrzeugklasse geworden: die der Pick-Ups.

Das englische Verb „to pick up“ steht unter anderem für abholen, aufnehmen sowie mitnehmen. Mitnehmen kann man mit einem Pick-Up allerhand. Vor allem Sachen, die an eher entlegene und meist über unwegsame Wege erreichbare Orte gebracht werden sollen. Baumaterial zum Beispiel. Oder Bäume. Oder Werkzeug. Kurz alles, was sperrig ist (und nicht gar so heikel), aber wiederum nicht so groß, dass man einen großen Laster dafür braucht, aber Allrad-Antrieb oder zumindest rudimentäre Allwege-Tüchtigkeit. Fähigkeiten, die sich für den Transport auch anderer – sperriger und nicht gar heikler – Dinge eignen: Sportgeräte zum Beispiel, vom Mountainbike bis zum (Gelände-)Motorrad.

Japaner stark vertreten

In weitläufigen und in weiten Teilen dünn besiedelten Weltregionen mit (noch) hohem Wildnis-Anteil gehört ein Pick-Up zum guten Ton. Vor allem in den Vereinigten Staaten. In Europa mutiert dieses Segment erst seit einiger Zeit vom (Arbeits-)Laster zum Lifestyler. Wobei in Österreich, pardon, Pritschen vor allem fernöstlicher Herkunft stark vertreten sind: wie der Mazda BT50 – dessen Modell-Erneuerung sich jedoch aufgrund des Hochwassers an der thailändischen Produktionsstätte verzögert, und der deshalb momentan nicht lieferbar ist –, der Dauerbrenner Mitsubishi L200, der noch recht junge Nissan Navara und die Ikone Toyota Hilux. Dazu kommt weiters ein neu aufbereiteter Asiate, der Isuzu D-Max. Einen Neuauftritt liefert auch ein Amerikaner, der frisch interpretierte und nunmehr auf globalen Einsatz zugeschnittene Ford Ranger. Andere US-Modelle von Herstellern wie Chevrolet, Dodge und Ford haben in Österreich Exoten-Status, alleine schon aufgrund ihrer Dimensionen, die in den Innenstädten noch hinderlicher sind als die der genannten Modelle, die – je nach Version – auch schon gerne die Fünf-Meter-Marke beträchtlich überschreiten. Aus europäischer Produktion kommt hin und wieder das eine oder andere Pritschen-Modell, auf Basis von Kleinwagen, wie etwa der Fiat Strada und der Dacia Logan (die allerdings in Österreich nicht mehr im Programm ist). Dezidiert als Pick-Up entwickelt wurde der Jüngste dieser Art, der VW Amarok, der in den Staaten zu den Kleinsten gehört, für Europa aber auch in Bezug auf die Zulassungen eine imposante Größe aufweist.

Die VN haben einen Überblick der momentan wichtigsten Pick-Up-Modelle zusammengestellt. Bei den Preisangaben handelt es sich – ungeachtet der Vorsteuerabzugsberechtigungen – zur besseren Vergleichbarkeit um die Einstiegs-Brutto-Tarife.

Der Nissan Navara glänzt mit Leistung, Vielseitigkeit und Komfort.
Der Nissan Navara glänzt mit Leistung, Vielseitigkeit und Komfort.
Eine preisgekrönte Größe für sich ist der Mitsubishi L200 Pick-Up.
Eine preisgekrönte Größe für sich ist der Mitsubishi L200 Pick-Up.

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Redaktion: Michael Gasser (Ltg.), Beatrix Keckeis-Hiller

Fotos: Hersteller