Uraltes Wissen neu entdeckt

Menschen / 13.02.2025 • 12:13 Uhr
Vorarlbergerin des Tages Monika Lautner
Monika Lautner vermittelt ihr Wissen und begleitet ihre Schülerinnen online.

Monika Lautner ist einen langen Weg gegangen, um anderen Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.

BREGENZ   Monika Lautner nennt als Ziel ihrer Energetiker-Arbeit: „Ich möchte vor allem Frauen dabei unterstützen, in ein hohes Bewusstsein zu kommen, ohne jahrelang Vergangenheitsthemen aufzuarbeiten.“ Ihr Business hat sie nicht gewählt, um einem Hype zu folgen, sondern es ist Ergebnis ihrer Geschichte. „Ich habe den Job nicht ausgesucht, sondern mein Erleben hat mich in die Richtung geschoben, in die ich gehen muss“, sagt die 48-Jährige.

Vorarlbergerin des Tages Monika Lautner
In über 100 Ausbildungen hat Monika Lautner umfangreiches Wissen über alternative Heilmethoden und Konzepte erworben.

Aufgewachsen ist Monika Lautner in Bizau. „Wald und Wiesen waren mein Spielplatz. Die Kinderzeit war eigentlich schön“, erzählt die gebürtige Wälderin. Eigentlich, weil es auch dunkle Tage gab: Der Bruder ging nach seinem Hauptschulabschluss nach Wien. Als sie 13 Jahre jung war, verließ die Mutter die Familie. Diese Verluste trafen sie und hatten Folgen. Erste Panikattacken plagten die sensible Heranwachsende.

Kehrtwendung

Zunächst jedoch ging das Leben weiter. Nach der Matura arbeitete sie im EDV-Bereich. „Dafür hatte ich eine Affinität. Wir hatten einen der ersten Computer. Die Arbeit damit  inspirierte mich. Mein Vater war Handelsschullehrer und führte nebenbei ein entsprechendes Geschäft“, blickt Monika zurück. Panikattacken und Ängste nahmen zu, wurden mit Party inklusive Alkohol bekämpft. Irgendwann half das alles nicht mehr. Die junge Frau stand vor der Frage: „Wo will ich hin im Leben, und was will ich dafür tun?“

„Ich habe gelernt, dass man für seine Träume gehen muss, ganz egal, wie lange es dauert.“

Monika Lautner, Energetikerin

Sie machte eine Kehrtwendung, kündigte ihren Job, rauchte nicht mehr, trank keinen Alkohol, stellte die Ernährung um. Die Panikattacken, basierend auf den Verlusten in ihrer Kinderzeit, plagten sie weiterhin. „Ich traute mich kaum aus dem Haus“, erzählt Monika Lautner. Ein Arztbesuch folgte auf den anderen. Schlussendlich erklärte ein Schulmediziner, sie sei ein hoffnungsloser Fall. Gerade hatte sie begonnen, den Kampfsport Kung-Fu zu erlernen. „Mein Kindheitstraum war es, eine Kung-Fu-Schule zu gründen.“

Vorarlbergerin des Tages Monika Lautner
Mitten in der Natur aufgewachsen, geht Monika nicht nur gerne auf Berge, sondern liebt auch den Blick auf die Landschaft.

Antworten auf ihre Fragen und Lösungen für ihre Probleme suchte und fand sie in der Alternativmedizin. Blutegel-Einsatz, Lichttherapie, energetische Methodik – sie saugte uraltes Wissen in sich auf. Über 100 Ausbildungen hat sie online durch Gruppencoachings oder Selbstlernkurse absolviert. Das reichte vom Heilströmen (Jin Shin Jyutsu) über die Coaching-Methode Theta Healing bis hin zum Reiki und anderen. „Gelernt habe ich zudem viel von Lehrern in Liechtenstein und  in der Schweiz.“ Eine wichtige Station  auf den Weg in die Selbstständigkeit  war 2010 ein Neuseeland-Aufenthalt. „Dort habe ich nicht nur viel gelernt, sondern mich auch schwer verliebt. Er wollte jedoch nicht nach Österreich, und ich wollte nicht in Neuseeland bleiben“, resümiert sie. Es waren jedoch drei gemeinsame Monate, die sie stark geprägt haben: „Weil ich wusste, dass ich nun im Ländle meinen Traum von der eigenen Kung-Fu-Schule verwirklichen werde. Neuseeland war nicht der richtige Ort dazu.“

Heilung pur

Sie kehrte zurück, eröffnete in Bersbuch eine Kung-Fu Schule und arbeitete nebenbei als Energetikerin. Zehn Jahre lang führte sie die Schule erfolgreich. „Es war Heilung pur für mich. Das Herz ging mir auf, wenn ich Kindern einen Kung-Fu-Gürtel geben konnte, weil sie dies selbst geschafft hatten.“ Dann kam Corona, sie durfte nicht mehr unterrichten. Wieder ein einschneidendes Erlebnis: Als Selbstständige erhielt sie kaum staatliche Unterstützung. Dazu kam ein Kletterunfall, der ihr klarmachte, wie stark ihre Arbeit auf ihrer Gesundheit basierte. Monika Lautner sah keine andere Perspektive, als ihr zweites Business, das der Energetikerin, auf feste Füße zu stellen. Heute vermittelt die empathische Frau ihr Wissen über Onlinekurse und -vorträge. Inzwischen begleitet sie Gruppen aus ganz Europa. JH

Vorarlbergerin des Tages Monika Lautner
Zu ihrem Business hat Monika durch ihre eigene Geschichte gefunden.

Zur Person

Monika Lautner

Geboren 17.11.1976 in Bizau

Wohnort Bregenz

Beruf selbstständige Energetikerin

Familienstand ledig

Hobbys Sport in der Natur, Weiterbilden, Spielenachmittage mit den Geschwistern