Kunst im Vordergrund

Die Vorarlbergerin Conni Holzer ist leidenschaftliche Künstlerin und Kunsttherapeutin.
Bildstein Als kleines Kind war Conni Holzer in der Stickerei und Zeichnerei ihres Opas immer mit dabei. Dort konnte sie bereits ihre Fantasie mit Stift zu Papier bringen. Später ging es für die Lustenauerin in die Kreativhauptschule in Hard, wo sie Verschiedenes ausprobieren konnte, sei es Malen, Zeichnen, Drucken oder Buchbinden. „Es war wirklich interessant“, sagt sie.


Mit 15 Jahren entschloss sie sich, das Ölmalen zu lernen. „Am Anfang habe ich Gegenstände und Menschen gemalt. Ich wollte die Technik lernen, und es wirklich so malen, wie es aussieht“, schildert Holzer. Mittlerweile hat sie ihre Werke in Wien und Vorarlberg ausstellen dürfen.

Kunsttherapie
Die gebürtige Lustenauerin hat es schon früh nach Wien gezogen. „Ich habe zuerst Kultur und Sozialanthropologie studiert. Das Studium habe ich aber dann abgebrochen. Da war eine Wende in meinem Leben“, erklärt sie. Daraufhin begann sie ihre Ausbildung als Kunsttherapeutin. „Der Zugang zur Kunst ist da ein anderer, wie von einer Kunsthochschule. Man steht da nicht immer unter Druck.“

In der Kunsttherapie arbeitet Holzer mit verschiedenen Medien. „Es geht darum, was ein Mensch mitbringt und wie ich verschiedene Medien einsetzen kann, um Dinge, die in ihm sind, herauszubringen und zu reflektieren“, verdeutlicht die Vorarlbergerin. „Wenn jemand eine Situation malt, die auch abstrakt sein kann, sagt dabei die Farbauswahl schon einiges aus. So kann ich den Leuten Fragen stellen, die sie selbst beantworten müssen, und dem auf dem Grund gehen.“

Soziale Ader
Bei ihrer Kunst geht es der 35-Jährigen meist um soziale Themen. „Ich würde sogar behaupten, dass meine Kunst feministisch ist“, fügt sie hinzu. „Dabei verbinde ich Kultur mit der Sozialanthropologie, wo es um gesellschaftliche Strukturen geht, und mit der Kunsttherapie, wo es um die Strukturen im Kopf geht. In meinen Werken mische ich das zusammen. Ich überlege, was etwas in mir macht, recherchiere darüber und arbeite dann mit den Emotionen, die aufkommen.“

Dabei versucht Holzer, für gesellschaftliche Probleme zu sensibilisieren. Das macht sie in einer transmedialen Form. „Beim Malen habe ich Gedichte von mir rezitiert, dann habe ich angefangen, sie aufzunehmen, und habe sie zusammengebastelt. Also eine Art Collagen-Audio gemacht. Dann dachte ich, das könnte ich auch nutzen. So bin ich darauf gekommen, Performances zu machen“, sagt sie. Die Darstellungen, die sie aufführt, unterscheiden sich von Thema zu Thema. Durch die verschiedenen Formen ihrer Kunst kann Conni Holzer das Motiv so mehr aufarbeiten.

Zur person
Conni Holzer
geboren 27.1.1988
Wohnort Bildstein
Beruf Künstlerin, Kunsttherapeutin
Hobbys Lesen, Kunst