“Ich bin der besinnliche Typ”

Menschen / 25.11.2021 • 21:50 Uhr

Henning Baum über Weihnachten und seinen neuen Film.

Berlin Blond, blauäugig, groß und muskulös: Dass Henning Baum im Fernsehen als Vorzeige-Macho bekannt wurde, ist vielleicht kein Wunder – doch der Schauspieler zeigt sich auch gerne von seiner weichen Seite. So wie in der Weihnachtskomödie „Wenn das fünfte Lichtlein brennt“ (3.12., ARD), in der ein Schneesturm dafür sorgt, dass wildfremde Menschen an Heiligabend an einem Flughafen festsitzen. Baum spielt den einsamen Thorsten, der als Weihnachtsmann jobbt und für die gestrandeten Passagiere zum Helfer in der Not wird.

 

Die Handlung des Films spielt im Flughafengebäude, gedreht wurde am Flughafen Münster/Osnabrück. Wie war es möglich, dort bei laufendem Betrieb zu drehen?

Baum Da kam uns natürlich die Coronasituation entgegen. Wir haben im November 2020 gedreht, ich glaube, während wir da gedreht haben, ist kein einziges Flugzeug gestartet.

 

Als Weihnachtsmann Thorsten sollen Sie am Flughafen Besinnlichkeit verbreiten. Sind Sie der besinnliche Typ?

Baum Ja, sehr. Ich finde es sehr schön, Weihnachten zu feiern. Man muss natürlich die entsprechende Vorbereitung haben, damit sich die nötige Ruhe einstellt und man sich nicht völlig verrückt macht vor Stress.

 

Sie sind christlich erzogen, was bedeutet Ihnen Weihnachten?

Baum Wie man das eben im Lukas-Evangelium liest – dass der Welt der Heiland geboren ist. Die Hirten haben ja zunächst Angst, aber der Engel sagt zu ihnen: „Fürchtet euch nicht.“ Das ist doch die Botschaft, die wir Menschen eigentlich brauchen. Wenn man sich das zu Herzen nehmen würde, dieses „Fürchte dich nicht!“, dann würde man auch nicht diese Unruhe verspüren, die viele Menschen heute in sich tragen.

 

Sie wurden als TV-Kommissar bekannt, dafür haben Sie eigens die Waffensachkundeprüfung abgelegt. Was sagen Sie zum Fall von Hollywoodstar Alec Baldwin, der bei Dreharbeiten aus noch ungeklärten Gründen eine Kamerafrau erschossen hat?

Baum Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was da genau passiert ist – aber es ist furchtbar traurig. Es hat mich sehr erschüttert, als ich das gehört habe.

 

Werden Sie künftig noch sorgfältiger sein, wenn Sie bei Dreharbeiten eine Waffe in die Hand nehmen?

BauM Ich habe ein bestimmtes Ritual: Ich überprüfe immer, ob das Magazin und die Kammer, also der Lauf, frei sind – egal, ob es sich um eine echte Waffe handelt oder eine Filmwaffe. Noch sorgfältiger kann ich gar nicht sein. Ski