1zu1 Prototypen muss Personal abbauen

Dornbirner Hightech-Firma reagiert auf sinkende Nachfrage.
Dornbirn Viele Jahre ging es beim Dornbirner 3D-Druck-Spezialisten 1zu1 aufwärts. Jetzt bremst der ausgetrocknete Markt das international tätige Unternehmen drastisch. Die sinkende Nachfrage nach Prototypen, Einsparungen bei der Entwicklung bei den Kunden sowie das hohe Kostenniveau erfordern eine Personalanpassung, teilt das Hightech-Unternehmen, das seit November 2021 im Besitz der schwedischen Prototal-Gruppe ist, mit.
Fokus auf Serienfertigung
Konkret baut das Unternehmen, das derzeit noch rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, 23 Stellen in allen Unternehmensbereichen ab und fokussiere künftig noch stärker auf die Serienfertigung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen mit individuellen Sozialplänen unterstützt werden. Unterstützung gebe es auch bei Bewerbungen und Antragstellungen, man sichte potenzielle Stellen und setze sich aktiv bei der Vermittlung ein, etwa bei Partnerunternehmen, versichert 1zu1. Damit reagiere 1zu1 frühzeitig auf die angespannte Marktsituation und stelle die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung als Komplettanbieter von eins bis 100.000 Kunststoffteilen in der DACH-Region.
Die betroffenen Mitarbeitenden wurden am Dienstag beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet , die Belegschaft bei einer Betriebsversammlung ebenfalls am Dienstag über die bittere Maßnahme informiert. „Der Schritt ist uns nicht leichtgefallen. Er ist für eine gesunde Weiterentwicklung von 1zu1 leider notwendig. Mit großer Wertschätzung für die Leistung unseres Teams blicken wir dennoch positiv in die Zukunft. Gerade in der Krise profitieren wir von unserer Positionierung als Komplettanbieter mit Technologievielfalt“, erklärt dazu Geschäftsführer Thomas Kohler, der erst am 1. Juni die Geschäftsführung des Unternehmens von den Gründern Hannes Hämmerle und Wolfgang Humml übernommen hat.
„Notwendige Maßnahme“
Der schwedische Eigentümer reagiere an allen Standorten auf die veränderten Bedingungen am Prototypen- und Kleinserienmarkt. „1zu1 ist und bleibt als einer der führenden Anbieter im Top-Qualitätssegment ein zentraler Baustein für unsere Vision. Die Maßnahme sichert unsere starke Marktpositionierung, die technologische Weiterentwicklung und Erweiterung unseres Portfolios“, beteuert Jan Löfving, CEO von Prototal.
