Haustankstellen für die E-Mobilität

Markt / 17.06.2021 • 18:36 Uhr
Neues Gesetz macht Ladestationen in Mehrparteienhäusern leichter möglich. FA/MH
Neues Gesetz macht Ladestationen in Mehrparteienhäusern leichter möglich. FA/MH

Erleichterung für Einbau von E-Ladestationen.

Wien, Bregenz Umweltministerin Leonore Gewessler hat heute neben anderen Maßnahmen Erleichterungen für den Einbau von Elektro-Ladestationen in Mehrparteienhäusern angekündigt. Ab nächstem Jahr soll es reichen, wenn nicht die Mehrheit der Wohnungseigentümer, sondern die Mehrheit der Personen, die auf das Anliegen reagieren, für diese baulichen Maßnahmen stimmen.

„Künftig soll es grundsätzlich auf die Mehrheit der abgegebenen Stimmen ankommen, also auf die Personen, die sich aktiv beteiligen. Es gibt aber auch flankierende Maßnahmen und bestimmte Mindestzustimmungsquoten – ein Drittel der Miteigentumsanteile, um zu gewährleisten, dass der Beschluss nicht nur von einer sehr aktiven kleinen Minderheit mitgetragen wird“, so die Ministerin.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf sei mit dem Koalitionspartner abgesprochen und solle mit Beginn 2022 in Kraft treten. Derzeit sind rund 50.000 reine Elektroautos und knapp 100.000 Hybrid-Autos auf den Straßen unterwegs.

Martin Seeberger, Leiter Versorgung und Dienstleistung beim heimischen Stromversorger illwerke vkw, begrüßt den Gesetzesentwurf sehr. „Bislang konnten zukunftsträchtige und wichtige Infrastrukturinvestitionen in diesem Bereich nicht umgesetzt werden, da die erforderliche Mehrheit fehlte. Nicht etwa, weil jemand dagegen gewesen wäre, sondern vielleicht schlichtweg nicht interessiert oder greifbar. Der Entwurf belohnt nun das Engagement der Fürsprechenden, ohne jedoch die Rechte anderer zu beschneiden.“ Die Entwicklung der Elektromobilität verlaufe rasant – umso wichtiger sei es, dass man über alle Segmente hinweg mit der Infrastruktur mithalten könne. „Ein konsequenter Ausbau auch im Privatsektor ist dabei essenziell.“ VN-sca

„Ein konsequenter Ausbau der Ladeinfrastruktur auch im Privatsektor ist essenziell.“