„Es gilt, unseren Vorarlberger Weg zu verteidigen“
Für Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler ist Gastroöffnung ein Erfolgsprojekt.
schwarzach Seit zweieinhalb Wochen hat die Gastronomie im Land wieder geöffnet. Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler ist erleichtert. „Mit dem Schritt zur Modellregion Vorarlberg hat die Politik Mut beweisen.“ Dies müsse aber unbedingt beibehalten werden, richtet Metzler seine Worte an jene, die aktuell einen bundesweit einheitlichen Lockdown fordern.
„Die Modellregion Vorarlberg funktioniert. Deshalb gilt es, unseren Weg zu verteidigen“, so der WKV-Präsident. Sie funktioniere vor allem deshalb, weil die Betriebe durchdachte Sicherheits- und Hygienekonzepten hätten und auch die Gäste ein hohes Maß an Disziplin und Eigenverantwortung zeigen.
Mehr Tests
Positive Nebeneffekte der Gastronomieöffnung seien, dass sich dadurch die Nachfrage nach Tests massiv gesteigert habe und in der Bevölkerung eine deutlich positivere Stimmung herrsche. „Die Gastronomie hat auch eine soziale und gesellschaftliche Bedeutung.“
Diese Eckpunkte, verbunden mit den fortschreitenden Impfungen und den vorhandenen medizinischen Kapazitäten, sei die Gemengelage insgesamt positiv. „Wir sind vorausgegangen und unser Weg hat sich bestätigt. Darauf können wir stolz sein und das lassen wir uns nicht wegnehmen. Solange die Parameter stimmen, dürfen wir uns von Stimmen aus Wien nicht nervös machen lassen“, betont Metzler.
Kaum Infektionen
Das Vorarlberg-Projekt habe auch die Clusterbildung im Leiblachtal ausgehalten, weil rasch und professionell reagiert wurde. Denn der Anstieg der Infektionen habe nichts mit der Öffnung der Gastronomie zu tun, wie bundesweite Medien immer wieder fälschlich kommunizieren würden. Ende Oktober, also vor dem Lockdown, seien Gastronomie oder Hotellerie zusammen nur an circa drei bis vier Prozent der Infektionen beteiligt gewesen. Und das damals ohne Zutrittstests.
Vorbildliche Gäste
Metzler selbst ist Gastronom. „Unsere Gäste halten sich sehr vorbildlich an die Regeln und die Mitarbeiter freuen sich riesig. Ich bin auch froh, dass so viele Kollegen geöffnet haben.“ Von diesen vernehme er eine positive Stimmung. Auch wenn natürlich viele gerne eine verlängerte Sperrstunde hätten. „Dass diese Rahmenbedingungen besser werden und auch die Hotellerie bald öffnet, das sollte der nächste Schritt sein. Dazu müssen aber alle weiterhin zusammenhalten. So können wir zeigen, das es funktionieren kann und uns dem Druck für einen bundesweit einheitlichen Lockdown entziehen.“ VN-reh