Mit viel Herzblut fürs Beachvolleyball

Auch als Pensionist hat Hans-Peter Schuler seine Leidenschaft für den Beachvolleyballsport nicht verloren. Die beliebte ASVÖ-Tour ist “sein Kind”.
Feldkirch “Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran. Mit 66 Jahren, da kommt man erst in Schuss – mit 66 ist noch lange nicht Schluss.” Der Refrain eines Liedes von Udo Jürgens könnte den “Mr. Beachvolleyball” in Vorarlberg besser nicht beschreiben. Erst kürzlich feierte Hans-Peter Schuler seinen 66. Geburtstag, doch auch als pensionierter Oberstudienrat hat der Lehrer seine Leidenschaft für den Sport nicht verloren. Im Gegenteil: Zusammen mit seiner Frau Beate und zwei Mitarbeitern kümmert er sich nach wie vor mit viel Herzblut um sein “Kind”, die ASVÖ-Beachtour.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Zur Person
Hans-Peter Schuler
Kam im Alter von drei Monaten zu seiner Tante nach Feldkirch, wo er aufgewachsen ist und seine Heimat fand.
Geboren: 22. Juni 1957 in Innsbruck
Beruf: Professor (Geschichte/Geografie)
Familie: verheiratet mit Beate, zwei Söhne (Benjamin und David)
Hobbys: Sport, Reisen, Fotografie
Verschiedene Sportarten
Es war die Zeit, als er in Innsbruck studierte, als Schuler erstmals mit dem Volleyballsport in Berührung kam. Denn als Jugendlicher probierte er sich in vielen Sportarten: Eishockey, Fußball und vor allem Handball – da war er zu Hause. So spielte er damals für BW Feldkirch, das in den 70er-Jahren noch in deutschen Ligen mitspielte. Die wahre Begeisterung in ihm entfachte jedoch das Volleyballspiel. “Weil es nicht auf Zweikämpfen basierte, weil es egal war, ob Alt oder Jung gegeneinander spielten. Wir waren damals eine bunt gemischte Truppe und hatten riesigen Spaß.” Diesen Spaß hat er bei seiner “Einschulung” im BG/BRG Feldkirch-Rebberggasse mitgenommen. Denn der Lehrer Schuler führte nach seinem Amtsantritt die Volleyballschule in seiner Schule ein. Und stieß dabei auf große Begeisterung unter den Schülern.



Seine ersten Volleyball-Aktivitäten im Ländle passierten Ende der 70er-Jahre mit der Gründung des Volleyballclubs Feldkirch (1979). Später half er den anderen Klubs – Nofels, Hohenems, Götzis – aus der Taufe und reaktivierte 1984 den Studentensportklub (SSK) in Feldkirch. Anfangs noch Trainer und Spieler, übernahm er 1989 (“bis 2007”) das Präsidentenamt, um ganz nebenbei noch als Bundeswart für Volleyball beim ASVÖ aktiv zu sein. Gern erinnert er sich dabei an das Montfort Open, “als wir in den 1990er-Jahren bis zu 160 Tonnen Sand in der Feldkircher Innenstadt aufschütteten, um den Beachvolleyballern eine Plattform zu bieten”.


Ein solches Szenario ist heute undenkbar, doch mit der ASVÖ-Beachtour für den Nachwuchs hat Schuler ein dankbares Betätigungsfeld gefunden. Die Tour West (Vorarlberg/Tirol) feierte dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. Und erlebte in der Nach-Corona-Zeit einen wahren Boom. “Vor allem bei den Burschen”, erzählt Schuler und schwelgt dabei gern in Erinnerungen. “World-Tour-Spielerinnen wie Chantal Laboureur, Katharina Schützenhofer und Martin Ermacora waren in ihren Anfängen ebenso dabei wie eine Caroline Weber in jungen Jahren. Mit einem Budget von 15.000 Euro (“7000 Euro gehen allein für die einheitlichen Leibchen drauf. Diese Optik ist mir allerdings ein großes Anliegen”) organisiert er nunmehr jährlich sechs Turniere und drei Einsteigerturniere (“für alle unter 14 Jahren”). Immer an seiner Seite ist seine Frau Beate, die seine Leidenschaft für den Volleyballsport teilt. Und mit der er nach seiner Tumordiagnose 2008 die Charity “drive2help” ins Leben gerufen hat. “Der 12. August 2008 – nach der gut verlaufenen Operation an meiner Niere – ist mein zweiter Geburtstag”, sagt Schuler – und: “Das gesammelte Geld wird karitativen Zwecken übergeben. Auch für ,Ma hilft’ haben wir schon gespendet.” So bleibt ihm auch als Pensionist genug zu tun, zumal der Oldtimer-Fan gern hin und wieder mit seiner Frau verreist.

