Wenn die Weitsicht am Firmentor endet

Leserbriefe / 18.11.2021 • 18:07 Uhr

Die Einschaltung der Firma Heron an der sich auch andere Betriebe beteiligt haben, überrascht im negativen Sinne. Allein der Sager, „Diskriminierung gesunder Menschen“, ist ein Hohn! Hier wird einer Einstellung das Wort geredet, die Impfgegner und Covidleugner auf ihren Demonstrationen wie eine Monstranz vor sich hertragen. Was jedoch eigentlich unglaublich ist: Die Initiative konterkariert in der größten Gesundheitskrise unseres Landes den verzweifelten Aufruf und damit alle Maßnahmen der Gesundheitsexperten und der Politik, Menschen zum Impfen zu bewegen. Jeder der sich an die Schutzmaßnahmen hält und jedes Unternehmen, das sich bemüht, Mitarbeiter für eine Impfung zu gewinnen, muss sich durch diese Kampagne veräppelt vorkommen. Anstatt die eigenen Mitarbeiter zu motivieren, sich – auch im Sinne der Wirtschaft – impfen zu lassen, wird hier die Gegnerschaft auf das Podest gehoben, um sich als „besserer Arbeitgeber“ zu positionieren. Man könnte auch sagen, es ist der Versuch impfkritischen Menschen ein Angebot zu machen und damit nichts anderes als eine unlautere Abwerbeinitiative. Mich würde interessieren, was die geimpften Kollegen bei Heron über diese Initiative denken. Mit unternehmerischer Weitsicht hat das jedenfalls nichts zu tun!

Komm.-Rat Hanno Schuster,

Höchst