Verantwortliche als Zauderer und Zögerer
Der derzeitige Murks und die Versäumnisse bei der Corona-Maßnahmen-Umsetzung in Vorarlberg sind gigantisch! Der Landeshauptmann sagte kürzlich im VN-Interview völlig unverantwortlich sinngemäß: „Wir schauen (noch)“. Der LH und alle Verantwortlichen kannten die frühen Warnungen, die exponenzielle Infektionsentwicklung, und den bereits festgelegten Stufenplan. Statt blöd zu schauen, wäre sofort zu agieren und vorzubereiten gewesen, um jeden Engpass zu vermeiden und auch dem Krankenhauspersonal vorausschauend zu helfen. Stattdessen stößt man der Bevölkerung mit Dilettantismus vor den Kopf (geschlossene Test- und Impfstraßen, riesige Warteschlangen, PCR-Test Desaster, usw.). Schikane statt Niederschwelligkeit! Andere für Widerstand im Volk verantwortlich zu machen, ist zu billig, denn mit solchem Pfusch erhöht man Widerstand und verspielt Vertrauen. Schuldzuweisungen und Ausreden (PCR-Desaster, ELGA, etc.) interessieren die Bevölkerung in der Pandemie absolut nicht. Wenn man schon Maßnahmen setzt, hat die Politik diese gemeinsam rechtzeitig vorzubereiten und umzusetzen, ohne Fingerzeig. Die Pandemie erlaubt keine zaudernden, zögernden und schlafenden Verantwortlichen. „Man hat reagiert“ – das klingt wie selbstgefälliger Hohn der Bevölkerung und dem Krankenhauspersonal gegenüber! Es war wirklich alles rechtzeitig bekannt, keine Ausrede! Für den LH und alle Verantwortlichen in der Pandemie muss gelten: Rechtzeitig, vorausschauend, ausreichend, statt Versäumnisse. Das ist wirksam und schafft Vertrauen, statt noch mehr Widerstand.
Ing. Richard Ruggenthaler, Feldkirch