Ohnmächtige
Zustände
Zum Leserbrief von Fr. Giesinger, VN vom 29.10.21:
Sehr geehrte Fr. Giesinger aus Rankweil! Als ähnlich Betroffene kann ich Sie sehr gut verstehen. Wir müssen nicht erst nach Russland ziehen, der rote Faden der Leidtragenden zieht sich durch ganz Vorarlberg. Wie Sie bereits erwähnen hat man als Betroffener nichts zu sagen. Seitens der zuständigen wird alles schon im Vorfeld entschieden. Baubegehungen sind nur Pro-Form und bringen nichts. Den Anrainer wird auch nicht nahegelegt, sich bei Einspruch rechtlich beraten zu lassen. Es gab schon Fälle, da wurden Betroffene bei rechtlich eingereichter Berufung verklagt. Ihnen wurde mutwillige Bauverzögerung vorgeworfen, dabei nahmen sie nur Gebrauch von ihrem Recht. Immer öfter treffen Behörden und Politiker Entscheidungen, unter denen Normalbürger Lebenslang leiden müssen. An stark befahrenen Durchzugstraßen werden Bauprojekte bewilligt, die noch mehr Verkehr anziehen. Der Normalbürger bleibt auf der Strecke, wird bei anfallenden Wahlen notdürftig gesehen! Dieser Tage lese ich vom eventuellen Neubau des Reichshofstadions. Gehört so ein Großprojekt in ein Wohngebiet? Geplantes, ungestörtes, modernes Flutlicht!? Liebe Anrainer: überzeugt euch bei Dunkelheit wie hell es zwischen Hotel Krönele und Schweizer Grenze ist. Danach sind solche Anlagen Dauerzustand. Bei Beschwerden im Nachhinein hört man nur noch: alles rechtens bewilligt, alles im Toleranzbereich, niemand ist mehr zuständig. Nehmen Sie sich einen Anwalt!
Marina Maric,
Lustenau