S 18: Weil es Wirtschaftsfunktionäre wollen?

Leserbriefe / 07.10.2021 • 16:58 Uhr

WK- und IV-Funktionäre wollen die S 18 CP-Variante ohne Wenn und Aber. Sie wähnen sich in der Bevölkerungsmehrheit und zitieren ein Marktforschungs-Unternehmen. Eine seriöse Befragung der Menschen würde zeigen, dass die Stimmung gegenüber dieser „Besser als nichts“ bzw. „Pest oder Cholera-Variante“ (vgl. Bgm. Fischer) längst in Richtung Ablehnung gekippt ist. Immer mehr junge Leute protestieren (vorerst noch digital) gegen diesen Landraub. Und selbst seit Jahrzehnten vom Verkehr geplagten Menschen, nicht nur in Lustenau, ist der Preis für eine zweifelhafte Entlastung im Jahre Schnee mit Zerstörung des Riedes und Vervielfachung des Transitverkehrs zu hoch. Man muss kein grüner Riedromantiker sein, um über die CP-Variante den Kopf zu schütteln. Eine fast 10 Kilometer lange Parallelautobahn zur A14 kann wohl nur einem Asphaltfabrikanten einfallen. Sie würde Lustenau zu einem verkehrspolitischen GAZA-Streifen zwischen Rhein und Schallschutzwällen machen. Es ist à la longue ein Projekt gegen die Bevölkerung. Bedarf es hier wirklich der Mahnrufe aus dem Verkehrsministerium, damit im Rheintal nicht länger ein totes Pferd geritten wird, nur weil von Partialinteressen getriebene Entscheidungsträger glauben, nicht mehr absteigen zu dürfen?

Dr. Werner Grabher, Lustenau