Fußballeuropa-
meisterschaft

Leserbriefe / 15.06.2021 • 18:24 Uhr

In Zeiten vom Klimawandel und Corona kann man auch als Fußballfan die Machenschaften der UEFA nicht nachvollziehen. Die 24 Mannschaften und deren Fans werden zu zwölf Spielstätten kreuz und quer durch Europa gekarrt. Zum Beispiel spielt Schweden das erste Spiel in St. Petersburg, das zweite in Sevilla und das dritte Spiel wieder in St. Petersburg. Die Türkei hat in Rom begonnen und geht jetzt mit ihrem Anhang nach Baku und anschließend wieder retour nach Rom. Nur die großen Fußballnationen wie Italien, Dänemark, Niederlande, England, Spanien und Deutschland haben bei ihren Vorrundenspielen einen Heimvorteil, alle anderen müssen reisen. Bis zum Finale in London werden die Mannschaften und Fans, abhängig von den Ergebnissen, über 50 Spielstätten quer durch den Kontinent besuchen. Die Aufstockung von ursprünglich 16 auf 24 Mannschaften war bereits der Geldgier der UEFA geschuldet. Dass diese Aufstockung die Qualität der Vorrundenspiele wegen der möglichen Beteiligung von kleineren und spielschwächeren Mannschaften drastisch gesenkt hat, scheint niemand zu stören. Der Weltsport Fußball verliert an Bedeutung, und die Fans, ohne die der Fußball keine Zukunft hat, werden gnadenlos ausgebeutet. Dass es noch schlimmer geht, zeigt die Vergabe der nächsten Fußballweltmeisterschaft in den Wüstenstaat Katar, wo die Stadien mit größtem Energieaufwand gekühlt werden müssen.

Alfred Fuchs,

Dornbirn