Achtalweg
Um dieses Thema in das richtige Licht zu bringen, muss folgender Sachverhalt ins Rampenlicht ge-rückt werden. Bereits im „österreichischen Radwegkonzept“ von 1990 wurde der Achtalweg als Radwegverbindung vom Bregenzerwald ins Rheintal oder umgekehrt, offiziell aufgenommen. Bei der Übernahme der alten Wälderbahntrasse durch das Land Vorarlberg wurde auch die Erhaltungspflicht sämtlicher Bauwerke auf dieser Trasse vertraglich übernommen.
Wenn man sich die Bilder und den Ist-Zustand der Trasse derzeit ansieht, fragt man sich, was davon bisher erhalten wurde. Von den Vorderwälder Bürgermeistern wurde letztmalig vor der letzten Landtagswahl eine Petition an das Land übergeben, in der mit Nachdruck die Renovierung und der Ausbau dieser Radstrecke gefordert wurde. Die geologischen Schwierigkeiten, die dieses Gebiet vor besondere Erhaltungs-maßnahmen stellt, sind bekannt, jedoch ist die technische Umsetzbarkeit von Sicherungsmaßnah-men zu den Möglichkeiten zur Zeit der Wälderbahn und früher um ein Vielfaches gewachsen. Rückmeldungen zu dieser Petition aus dem Landhaus sind bis Ende vergangenen Jahres nicht erfolgt. Die Meldung über die vom Bund kürzlich zugesagten 70 Millionen an Fördermitteln für den Ausbau von Radwegen in Vorarlberg beinhaltet in keinem einzigen Satz eine Radwegverbindung vom oder in den Bregenzerwald! Wer den Umstieg vom Auto aufs Rad fördern will, muss auch die Grundlagen dafür schaffen!
Kurt Krottenhammer, Alt.-Bgm.,
Langenegg