Entscheidung in Sachen Metro-Kino gefallen

Kultur / 06.12.2023 • 09:09 Uhr
Peter Pienz hat lange um den Erhalt des Metrokinos gekämpft. <span class="copyright">VN/tas</span>
Peter Pienz hat lange um den Erhalt des Metrokinos gekämpft. VN/tas

Nach mehreren Verhandlungen zwischen Eigentümer und Pächtern ist es nun zu einer Entscheidung gekommen.

Bregenz Die Zukunft des Metro-Kinos stand in den vergangenen Monaten in den Sternen. Nach mehreren Verhandlungen und Vermittlungsrunden zwischen dem Gebäudeeigentümer und den Betreibern Sakir “Jack” Sahin und Prokurist Peter Pienz ist es nun zu einer Einigung gekommen.

Peter Pienz freut sich, dass der Betrieb vorerst weitergeht. <span class="copyright">VN/TAs </span>
Peter Pienz freut sich, dass der Betrieb vorerst weitergeht. VN/TAs

Vor dem Hintergrund einer zunehmend schwierigen Zusammenarbeit hatte Kinobetreiber Sakir „Jack“ Sahin den Pachtvertrag zuvor zum 31. Dezember 2023 beendet. “Diese Kündigung ist jetzt vom Tisch”, sagt Peter Pienz im Gespräch mit den VN. Der neue Pachtvertrag laufe bis Ende 2025.

Prokurist Peter Pienz, Bürgermeister Michael Ritsch und Sakir "Jack" Sahin". <span class="copyright">Instagram/Ritsch </span>
Prokurist Peter Pienz, Bürgermeister Michael Ritsch und Sakir "Jack" Sahin". Instagram/Ritsch

Die Freude über die Einigung sei groß. Einen wesentlichen Anteil dazu habe auch die Stadt Bregenz beigetragen. Im Stadtrat wurde am Montagabend beschlossen, dass die Hälfte der monatlichen Miete übernommen wird. “Wir sind froh und dankbar, dass wir das gemeinsam erreichen konnten. . Ohne diese Unterstützung wäre eine Weiterführung des Betriebs ohnehin nicht möglich gewesen. Die Freude bei den Besuchern und bei den Mitarbeitern ist groß.”

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Trotzdem bleibe die Situation in der Kinobranche angespannt. “Es ist eine schwierige Zeit für uns. Die Besucherrückgänge sind drastisch”, erläutert Peter Pienz. Die Coronapandemie habe dazu geführt, dass die Besucherzahlen seit 2018 um rund 18 Prozent gesunken sind. Dazu komme, dass aufgrund des Streiks in Hollywood kaum Blockbuster nachkommen. „Die Zugpferde fehlen uns momentan und das wird sich bis zum nächsten Frühjahr wohl nicht ändern“, bedauert Pienz.

Das Metro-Kino in Bregenz besteht seit 1952.
Das Metro-Kino in Bregenz besteht seit 1952.

Er hofft daher auf die Unterstützung der Besucher, dass Institutionen wie das Metro-Kino weiter Bestand haben können. „Wir müssen uns gegen große Konzerne behaupten, das gelingt nur, wenn die Besucherzahlen wieder steigen.” Sein Ziel ist es, weiterhin ein attraktives Kinoprogramm für alle Generationen anzubieten.

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Auch an einem Sanierungskonzept des in die Jahre gekommenen Gebäudes werde gearbeitet. „Erneuert werden müssten unter anderem die Türen und die Heizungsanlage. Die Innenausstattung wie die Leinwände, Vorhänge und Kinosessel hingegen wurden in den vergangenen Jahren bereits erneuert“, erläutert der Betreiber.

Für Pienz selbst, der seit 1964 in der Kinobranche tätig ist, ist das Metro-Kino eine „Lebensaufgabe“. „Ich könnte mich natürlich schon lange zur Ruhe setzen, aber es ist mir ein Herzensanliegen, dass der Betrieb weitergeht. Es wäre schade um das einzige Kino in der Landeshauptstadt. Meine Hoffnung ist, dass das Kino überleben wird.“