Man kann nicht immer alles haben

Graphic Novel von Maja Lunde erzählt „Der Eisbärprinz“.
Graphic Novel Vor gut einer Woche ist mit „Der Eisbärprinz“ eine magische Graphic Novel der Bestsellerautorin erschienen, die von Ina Kronenberger ins Deutsche übersetzt wurde. Gleich auf den ersten Seiten erzählt Lunde von der verwöhnten Prinzessin Eira, die immer alles bekam, was sie wollte. Nur nicht den Prinzen, in den sie sich verliebt hatte. Nach dem Motto, wenn ich dich nicht haben kann, soll dich niemand haben, zückt sie den Zauberstab und verwandelt ihn in einen Eisbären. Liv, ein neugieriges und abenteuerlustiges Mädchen, macht der Großbäuerin große Sorgen. Nie erledigt sie die ihr aufgetragene Arbeit zu deren Zufriedenheit. Als Liv gedankenverloren einer Meise in den Wald folgt, trifft sie auf einen Eisbären, der auf dem Kopf eine Krone trägt. Sie bietet ihm an, für ihn zu kochen. Gemeinsam verlassen sie den Wald und ziehen in eine Welt aus Eis. Zwischen den beiden entwickeln sich bald tiefe Freundschaft und echte Zuneigung, denn Liv spürt, dass in dem Bären mehr steckt, als man von außen sehen kann. Tatsächlich ist er kein gewöhnliches Tier, sondern der verzauberte Prinzen. Kann Liv den Fluch brechen und den Prinz retten? Die Graphic Novel ist sehr hochwertig aufgemacht mit goldener Prägung auf dem Cover. Illustrator Hans Jørgen Sandnes spielt mit den Farben und Stimmungen und wechselt zwischen großformatigen und kleinen Panels. Zoomt und erzeugt so ebenfalls abwechselnde Stimmungen. Auch die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet, der Text kurz und prägnant. „Der Eisbärprinz“ ist durchaus gelungen, ganz ist der Funke jedoch nicht übergesprungen. CRO
Der Eisbärprinz, Maja Lunde, cbj Kinderbuch, 232 Seiten, ab 8 Jahre