Familiengeführte Technikerschmiede

Ein Klima der Wertschätzung und Offenheit herrscht im Technikunternehmen STARK.
Mit dem Start des neuen Jahrgangs im September sind aktuell zehn Lehrlinge bei Ihnen in Ausbildung. Seit wann bildet der Betrieb Lehrlinge aus?
Tschütscher Wir bilden seit über 30 Jahre Lehrlinge im Bereich der Zerspanungstechnik aus. Aufgrund der hohen Genauigkeitsanforderungen der Produkte war die eigene Ausbildung immer schon eine wesentliche Erfolgskomponente.
Welche Lehrberufe können die jungen Menschen lernen?
Tschütscher Wir bilden ZerspanungstechnikerIn und KonstrukteurIn, aus. Der Ausbildungsschwerpunkt liegt eindeutig im Bereich der Zerspanungstechnik, bei dem die Lehrlinge ihr Fachwissen in der eigenen Lehrwerkstatt und in den verschiedenen Fachabteilungen im Rahmen eines Rotationsplan erlernen.
Wie gefällt Ihnen Ihre Aufgabe?
Tschütscher Ich fühle mich sehr wohl in meinem Beruf. Die Rolle als Ausbildner kann als eine Art „Multijobber“ gesehen werden: Von der eigentlichen Ausbildung über die Organisation bis zum persönlichen Betreuer. Es ist alles dabei und das ist die große Herausforderung, die mich reizt.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Tschütscher Wenn man sich bewusst ist, dass die jungen Menschen in diesem Alter geführt, gefördert und gefordert werden müssen und keine fertigen Facharbeiter sind, fällt es einem nicht schwer mit den Jugendlichen zu arbeiten. Es muss eine Vertrauensbasis geschaffen werden, bei der aber der Respekt zum Ausbildner nicht verloren geht.
Wann harmoniert das Verhältnis Ausbilder/Lehrling?
Tschütscher Neben der fachlichen sind soziale Kompetenz, eine gefestigte Persönlichkeit und Einfühlungsvermögen wichtige Voraussetzungen. Aber auch der Wille und die Geduld mit Jugendlichen zu arbeiten.
Wie wichtig sind die Lehrlinge für den Betrieb?
Tschütscher An erster Stelle steht die Ausbildung als Investition für die Zukunft um auch später qualifizierte Fachkräfte übernehmen zu können. In der Lehrwerkstatt werden überwiegend Einzelteile für Vorrichtungen, Kunden oder die Montage angefertigt. Parallel werden die Lehrlinge auch im Rahmen des Rotationsmodells flexibel im Betrieb eingesetzt.
Wie schwer oder einfach sind die Nachbesetzungen?
Tschütscher Da wir nicht mehr als zwei bis drei Auszubildende pro Lehrjahr einstellen, hatten wir bis dato keine großen Schwierigkeiten Lehrlinge, die ins Team passen, zu finden. Wir setzen auf die Lehrlingsplattform, Lehrlingsmesse, private Kontakte und auf die Schulen der näheren Umgebung.
Was wünschen ie sich von Ihren Lehrlingen?
Tschütscher Ich wünsche mir bei den bestehenden und zukünftigen Lehrlingen Interesse, Motivation und den Willen den Beruf zu erlernen. Da wir in unserem Bereich mit geringen Toleranzen zu tun haben, gehört das exakte und saubere Arbeiten dazu, zu dem es schon fast eine gewisse Leidenschaft benötigt.
Was ist den Lehrlingen wichtig?
Tschütscher Neben der Work-Life-Balance ist die gegenseitige Wertschätzung im Team wichtig, weiters klare Strukturen, Unterstützung, offene Kommunikation, abwechslungsreiche und spannend gestaltete Ausbildung. MEC
Zur Person
Alexis Tschütscher
Ausbildung BSBZ Hohenems, Forstfachschule Waidhofen/Ybbs, abgeschlossene Lehre als Maschinenbautechniker, Meisterprüfung Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik
Laufbahn Messtechiker bei Mahle König, Vertriebsinnendienst Firma Metzler
Alter 30
Familie in einer Beziehung, zwei Kinder
Hobbys Eishockey, Feuerwehr, Land- und Forstwirtschaft
Homepage www.stark-roemheld.com