Krisensicherer beim größten Arbeitgeber

Karriere / 05.02.2021 • 10:58 Uhr
Krisensicherer beim größten Arbeitgeber

Die ÖBB bieten mit 127 Berufsbildern eine enorm große Vielfalt an Jobmöglichkeiten.

Die ÖBB sind mit rund 42.000 MitarbeiterInnen einer der größten Arbeitgeber Österreichs. Wie hält das Unternehmen die Infrastruktur des Landes trotz Corona am Laufen?

Unterberger Das funktioniert dank unserer Tausenden engagierten MitarbeiterInnen. Sie sorgen u.a. dafür, dass PendlerInnen weiterhin sicher und pünktlich zur Arbeit kommen und die Versorgung mit Waren aufrecht bleibt.

Mit 127 Berufsbildern bieten die ÖBB immense Jobmöglichkeiten …

Unterberger Ja, derzeit suchen wir aufgrund des bevorstehenden Generationenwechsels und der aktuellen wirtschaftlichen Lage verstärkt MitarbeiterInnen in eisenbahnspezifischen Berufen – der größten Berufsgruppe österreichweit. Hier liegt der Bedarf an neu zu besetzenden Stellen besonders in den westlichen Bundesländern.

Welche Berufe sind speziell gefragt?

Unterberger Die Berufe VerschieberIn, VerschubleiterIn mit Triebfahrzeug-Bedienung, TriebfahrzeugführerIn, WagenmeisterIn & MitarbeiterIn im Service- und Kontrollteam stehen hier im Fokus und werden besonders gesucht. Die Ausbildungen können großteils bereits im ersten oder zweiten Quartal 2021 begonnen werden. Für das Service- und Kontrollteam beginnen die nächsten Ausbildungen im August. In Vorarlberg werden 2021 rund 50 neue Kolleginnen und Kollegen, insbesondere VerschieberInnen und TriebfahrzeugführerInnen gesucht. Immer wieder suchen wir auch KollegInnen im technischen Bereich, wie zum Beispiel ProjektleiterInnen und MaschinenbautechnikerInnen.

Was kann man sich unter den einzelnen Berufsbildern vorstellen?

Unterberger VerschieberInnen tragen täglich zu einem reibungslosen Bahnbetrieb bei. Sie führen am Schienennetz in kleinen Teams Verschubarbeiten wie Kuppeln, Bremsen oder Sichern am Wagen durch und bewegen sich vor allem im Außenbereich. Eine körperlich anstrengende Tätigkeit, bei der Sicherheitsbewusstsein an erster Stelle steht. Die Ausbildungsdauer beträgt neun Wochen. VerschubleiterInnen mit Tfzf-Bedienung übernehmen zusätzlich zur allgemeinen Verschubtätigkeit die Verschubleitung und Überwachung beim Verschub in Bahnhöfen und in Betriebsstellen der freien Strecke und teilen die Tätigkeiten den VerschieberInnen zu. Sie achten bei der Verschubabwicklung auf die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen und auf offensichtliche Mängel bei Anlagen und Fahrzeugen samt Ladung, um einen sicheren und pünktlichen Betriebsablauf zu gewährleisten. Hohes Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein haben oberste Priorität! Die Ausbildungsdauer inkl. Praxiserfahrung beträgt rund 50 Wochen.

Und abseits der Gleistätigkeiten?

Unterberger WagenmeisterInnen etwa kontrollieren Fahrzeuge und Züge auf Betriebssicherheit und Funktion und entscheiden selbstständig, ob diese einsatzbereit sind. Sie dokumentieren notwendige Reparaturen und führen selbstständig Aufgaben wie das Tauschen einer Bremssohle, das Ersetzen defekter Leuchtmittel oder die Wartung von Heizungen durch. Die Ausbildung dauert rund 30 Wochen. TriebfahrzeugführerInnen bringen unsere KundInnen und Güter sicher und zuverlässig ans Ziel. Ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein, technisches Interesse und Verständnis sowie die Bereitschaft zum Arbeiten im Schichtdienst sind dabei besonders wichtig. Die Ausbildungsdauer beträgt 52 Wochen. MitarbeiterInnen im Service- & Kontrollteam sind im Nah- und Fernverkehr unterwegs, kontrollieren Fahrkarten, geben Fahrplan- und Preisauskünfte und sind für die Qualitätssicherung am Zug verantwortlich. Sie sind die erste Ansprechperson am Zug und sorgen für das Wohlergehen und die Sicherheit unserer Fahrgäste. Die Ausbildungsdauer beträgt rund 8 Wochen. Alle Ausschreibungen finden Sie bereits unter https://karriere.oebb.at. Die Ausschreibungen zu Service-und-Kontrollteam-Positionen gehen ab März 2021 online.

Wie hoch ist der Frauenanteil bei den ÖBB?

Unterberger Die ÖBB haben eine Frauenquote von 13 Prozent, bei den Lehrlingen konzernweit über 20 Prozent. Bei den technischen Lehrberufen allein sind es mittlerweile über 14 Prozent. Im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche ist das ein Erfolg. Wenn auch auf einem Niveau, bei dem es noch Potential nach oben gibt: Die ÖBB wollen sich hier weiter steigern. Das erklärte Ziel ist es, den allgemeinen Anteil von Frauen im ÖBB-Konzern bis 2023 auf über 16 Prozent zu heben. Im Fokus der konkreten Ziele steht dabei der Frauenanteil bei der Neubesetzung von Führungspositionen, bei Neuaufnahmen, bei der Lehrlingsausbildung sowie bei Weiterbildungsprogrammen und in Aufsichtsräten. MEC

„Die ÖBB haben bei den Lehrlingen eine Frauenquote von konzernweit über 20 Prozent.“

Informationen sowie Bewerbungsmöglichkeiten unter: Dr. Christoph Gasser-Mair, Pressesprecher ÖBB, T +43 664 84 17 208

christoph.gasser-mair@oebb.at