Spannende Einsätze an der Tagesordnung

„Wir setzen auf den frischen Wind und den Blick in die Zukunft durch unsere jungen Mitarbeiter.“
Derzeit werden ein Mädchen und 14 Burschen zu Elektrotechnikern mit der Zusatzausbildung Gebäudeleittechnik ausgebildet. Wie darf man sich den Ausbildungsverlauf vorstellen?
Pojer Wir haben seit 1950 mehr als 150 Lehrlinge in den Bereichen Elektrotechnik, Einzelhandel, IT, Logistik und Büro ausgebildet. Unsere Lehrlinge durchlaufen alle technischen Bereiche. Spannende Einsätze sind in den E-Werken Frastanz an der Tagesordnung, wie etwa der Aufbau von Trafostationen in der Region, oder die Installation und Wartung großen Kundenanlagen. Zusätzlich bilden wir einen Einzelhandelskaufmann zum Verkaufsprofi für Elektronikgeräte aus.
Was können Lehrlinge von Ihnen und in Ihrem Unternehmen lernen?
Pojer Eine fundierte und vielseitige Ausbildung sowie ein solides und krisensicheres Firmenkonzept sind uns wichtig. In der heutigen Zeit sollte man auch in die andere Richtung fragen: Was können wir von unseren Lehrlingen lernen? Wir setzen auf den frischen Wind und den Blick in die Zukunft durch unsere jungen Mitarbeiter. In unseren Reihen sind momentan sehr viele junge Führungskräfte, die bei uns die Lehre gemacht haben. So schließt sich der Kreis von Tradition – Nachhaltigkeit – mit neuen Impulsen.
Wie zeigt Ihr Unternehmen seine Attraktivität?
Pojer Wir zeigen unsere Stärken und unsere Vielseitigkeit in der Medienlandschaft viel zu wenig. Und das geht sicher vielen mittelständischen Unternehmen so. Wer weiß schon im Ländle, dass wir ein Wasserkraftwerk und eine Biomasseheizwerk betreiben und so die dezentrale Energieversorgung in Frastanz sicherstellen? Jugendliche wollen eine saubere und sichere Welt, in der sie sich verwirklichen können und die müssen wir ihnen bieten, auch in der Arbeitswelt.
Wie sehr ist die Ausbildung up-to-Date?
Pojer Der Markt und das Arbeitsumfeld selbst geben uns vor, welche Kompetenzen wir unseren Lehrlingen mitgeben müssen. Wer bei uns arbeitet, erlernt sämtliche digitalen Kompetenzen, wie die professionelle Nutzung des Smartphones auf Baustellen, CAD, das Programmieren von Schaltungen, Online-Marketing etc. Wir haben fast alle Auszeichnungen zum „Ausgezeichneten Lehrbetrieb“, weil unsere Ausbildung gut und fundiert ist, wir unterstützen unsere Lehrlinge, geben Nachhilfe und honorieren gute Leistungen mit Prämien.
Wie geht es Ihnen in Ihrem Beruf?
Pojer Gut, warum auch nicht? Jugendliche sind nicht schwieriger oder einfacher als andere Kollegen. Wenn uns auffällt, dass ein Lehrling sich nicht so leicht im Umgang mit Kunden tut, lässt man ihm die Zeit, die er braucht und schickt ihn mit Kollegen auf die Baustelle, die ein gutes Vorbild sind. Und natürlich es gibt es auch gute Seminare.
Mit welchen Stärken punkten Sie als Ausbilder?
Pojer Fachlich muss man natürlich sehr gut sein, aber wichtig sind auch die sozialen Fähigkeiten. Offenheit, Probleme der Lehrlinge mitbekommen und auch ansprechen – das sind wichtige Themen. Hier wäre eine weibliche Ausbilderin willkommen. Leider bewerben sich immer noch sehr wenig Mädchen als Elektrotechnikerin.
Wie schaffen Sie es, dass High Potentials Ihnen die Treue halten?
Pojer Wir sind vor allem ein Team. Wenn Umfeld und Umgang stimmen, bleiben die jungen Leute bei uns. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es immer wieder.
Was wünschen Sie sich von Ihren Newcomern?
Pojer Technisches Interesse und handwerkliches Geschick sind die Grundvoraussetzung. Man sollte auch gerne draußen arbeiten und gute Noten wären von Vorteil. Im Einzelhandel stehen die Kontaktfreudigkeit und das Interesse an technischen Geräten im Vordergrund. MEC
Zur Person
Daniel Pojer
Ausbildung Elektrotechniker mit Schwerpunkt Gebäudeleittechnik
Laufbahn Lehre, Geselle, Meisterprüfung, Lehrlingsausbilder
Homepage Firma https://www.ewerke.at/karriere-lehre/