Heimspiel für Werner Marxx Bosch

Frühe Arbeiten und Fraktalkunst in der Galerie „Villa Marxx“.
Dornbirn Nach den Einzelausstellungen von Christoph Lissy und Peter Wehinger widmet der Künstler Werner Marxx Bosch die dritte Personale in der von ihm im Herbst 2019 in Lustenau neu gegründeten Galerie „Villa Marxx“ dem eigenen Schaffen.
In der Ausstellung werden großformatige, malerische Arbeiten der frühen 80er-Jahre – der figuralen Phase der Neuen Wilden Malerei – ebenso präsentiert wie Bilder und Skulpturen aus der „transfragmentären” Zeit.
Durch die frühe Beschäftigung mit der russischen Avantgarde entwickelte Marxx eine Bildsprache, die sich einerseits mit der Materialästhetik auseinandersetzt, und andererseits mit Erscheinungsformen der Abstrakten Kunst. Seit über 20 Jahren untersucht der Künstler die Möglichkeiten digitaler Medien. Bilderserien wie „Cosmic Colors”, die aus einem Arbeitsprozess computergenerierter Farb – und Bildstrukturen hervorging, führten zu fantastischen, cosmischen Bildwelten.
Entmachtung der Kunst
Der Künstler hat sich mit der Fraktalkunst auseinandergesetzt, mit deren Hilfe er fulminante Farbkompositionen erzeugt. Die Fraktalkunst ist eine relativ weit verbreitete Unterform der digitalen Kunst und beschäftigt sich mit der Erschaffung von digitalen Bildern. Marxx wählt seine abstrakten Fraktale mit leidenschaftlicher Sorgfalt aus und entwickelt diese künstlerisch weiter. Die Fraktal-Programme sind ihm dabei nur Hilfsmittel, um seine Expeditionen ins Reich der Farben und Formen in immer neuen Variationen austesten zu können. Seine Kunstwerke sind in gewissem Sinne Überführungen von natürlichen und gesellschaftlichen Phänomenen in die digitale Welt von Formen und Farben. Die Ausstellung in der Galerie Villa Marxx dauert noch bis 12. November 2021, Öffnungszeiten sind donnerstags und freitags 15 bis 17, samstags 9 bis 11 Uhr. yas
