Ein starker Rücken ist der beste Schutz

HE_Brege / 03.03.2022 • 13:32 Uhr
Mit dem wachsenden Gewicht des Kindes steigt auch die Gefahr von Rückenschmerzen.shutterstock
Mit dem wachsenden Gewicht des Kindes steigt auch die Gefahr von Rückenschmerzen.shutterstock

Rückenbeschwerden in der Schwangerschaft werden häufig durch die Verschiebung des Körperschwerpunkts verursacht.

ENTLASTUNG Mit dem wachsenden Gewicht des Kindes wird der Oberkörper immer stärker nach vorne gezogen, wodurch Schwangere zum Hohlkreuz tendieren und Schmerzen bekommen. Hinzukommt, dass eine Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen stattfindet, die die Bänder und Sehnen weicher werden lässt. Das dient der Vor-
bereitung der späteren Geburt, wirkt sich jedoch auf den gesamten Körper der werdenden Mutter aus und begünstigt so mögliche Rückenschmerzen. Wenn Sie vor Ihrer Schwangerschaft einen starken Rücken haben und ihn durch Sport und Bewegung fit halten, sind die besten Voraussetzungen geschaffen. Durch einen kräftigen Rücken verbessert sich die Haltung, die Wirbelsäule wird entlastet und schmerzende Verspannungen können verhindert werden. Gelenkschonende Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Radfahren sind hier meist eine gute Idee. Und keine Sorge, wenn Sie erst damit beginnen, wenn das Bäuchlein schon wächst. Wohl-
dosierter Sport und gleichmäßige Bewegung kommen Ihnen und Ihrem Kind immer zugute.

Wassergymnastik und Yoga

Wem die oben genannten Möglichkeiten nicht ausreichen, kann auch Wassergymnastik oder Yoga ausprobieren. Die sanften Bewegungen empfinden viele als besonders angenehm, während sie im Wasser schweben. Gerade Yoga bringt Vorteile, wenn die Beweglichkeit im Laufe der Schwangerschaft abnimmt. Dabei geht es nicht um anspruchsvolle Posen, sondern um einfache Übungen, die einen entspannen lassen. Besonders angenehm und entlastend ist die Kuh-Katze, bei welcher auf allen Vieren abwechselnd ein Buckel und ein Hohlkreuz ausgeführt wird.

Akute Hilfe bieten Entspannungsübungen, Wärme und Massagen. Entlasten lässt sich der Rücken zu Beginn der Schwangerschaft beispielsweise durch die Stufenlagerung. Hierbei legt man sich am besten auf einen festen Untergrund und winkelt die Beine mithilfe von Kissen oder einem Stuhl so an, dass die Wirbelsäule flach auf dem Boden liegt. Im fortgeschrittenen Verlauf der Schwangerschaft eignet sich diese Übung aufgrund des Gewichts des Kindes nicht mehr. Alternativ eignet sich Wärme, da diese die Gefäße weitet, Muskeln stärker durchblutet und so Verspannungen gelöst werden. Darüber hinaus kann eine Massage, insbesondere mit geeignetem Öl, zur Schmerzlinderung beitragen. Da das Liegen auf dem Bauch bereits in der ersten Zeit Schwierigkeiten mit sich bringen kann, sollte die Massage entweder in der Seitenlage mit Unterstützung von einem Stillkissen oder verkehrt herum sitzend auf einem Stuhl, mit den Armen auf der Lehne abgestützt, erfolgen. Erlaubt ist, was guttut.

Aufrechte Haltung bewahren

Auch wenn der lang ersehnte Nachwuchs endlich auf der Welt ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass damit die Rückenschmerzen fort sind. Als Ursachen können neben den körperlichen Veränderungen, die psychische Belastung und das Tragen des Säuglings hinzukommen. Denn sowohl der körperliche Umgang mit dem Kind als auch das Stillen, verleiten zu Körperhaltungen, die den Rücken weiterhin strapazieren. Es ist wichtig darauf zu achten, die aufrechte Haltung zu bewahren, sich rückenschonend zu bewegen und das Gewicht vom Kind regelmäßig zu verlagern, es abwechselnd auf dem Bauch, Rücken und der Seite zu tragen. Hier empfehlen sich spezielle Tragehilfen, bei denen sie immer auch eine Hand frei haben. Heben sollte man das Kind, indem man mit einem geraden Rücken in die Knie geht, um die Belastung der Bandscheiben durch das Vorbeugen weitestgehend zu vermeiden. Unterwegs können dann Babytragen genutzt werden.

Schwangerschaftsübungen

» Yoga ist eine gute Möglichkeit sich sportlich zu betätigen und fit zu bleiben. Sanfte Bewegungen und kräftigende Positionen helfen Ihre Muskulatur aufzubauen.

» Balancepads können das Training dabei unterstützen und die wichtigen tieferliegenden Muskeln erreichen und gleichzeitig stärken.