Echte Wälder Hölzler für „lebenswichtige“ Tipps

Ali Mahlodji referierte beim 10. Entrepreneurship-Tag an der Bezauer Schule.
Bezau Seit 2012 veranstalten die Bezauer Wirtschaftsschulen den Entrepreneurship-Tag, zu dem jeweils hochkarätige Referenten eingeladen werden, die zu aktuellen Themen Stellung nehmen und Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen vermitteln. Zum Jubiläum, dem zehnten Entrepreneurship-Tag, ist es gelungen, einen ganz besonderen Experten in den Wald zu holen, der seit vielen Jahren als erfolgreicher Unternehmer tätig ist und der aktuell der meist gebuchte Keynote Speaker in Österreich ist: Ali Mahlodji.
Spannender Lebenslauf
Die Biografie des 40-Jährigen liest sich wie ein Roman: 1981 in Teheran geboren musste er als Zweijähriger mit seinen Eltern aus dem Iran flüchten, weil diese sich an einer Demonstration gegen die Regierung beteiligt hatten. Über die Türkei kam die Familie nach Österreich, wo er die HTL in Wien besuchte, die Schule aber ein Jahr vor der Matura verließ. Als Lagerarbeiter begann er eine Berufslaufbahn und arbeitete sich bis zum Produktionsleiter hoch und holte die HTL-Matura in der Abendschule nach.
Berufsbegleitend studierte er am Technikum Wien und schloss das dreijährige Studium zum Bachelor of Science in zwei Jahren ab. Während des Studiums weckte er die Aufmerksamkeit der Firma Sun Microsystems: Mehr als 70 Bewerbungen hatte er an den Computer-Konzern geschickt, der seine Hartnäckigkeit mit einer Praktikums-Anstellung belohnte. Zu dieser Zeit beschäftigte Sun knapp 40.000 Mitarbeiter. 2007 stieg Mahlodji bei Siemens ein, um nach eineinhalb Jahren wieder als Global Engagement Manager zu Sun zurückzukehren. Als Projektleiter bei Super-Fi war er zusätzlich als Lehrer an einem Wiener Gymnasium tätig und ging unter die Autoren.
Und was machst du so?
Unter diesem Titel erschien seine Autobiografie, in der er beschreibt, wie seine Schüler damit kämpfen, eine Berufswahl zu treffen. Um dafür Anleitungen und „lebenswichtige“ Tipps zu geben, entwickelte er das Handbuch der Lebensgeschichten und veröffentlichte mit vier Freunden die Berufsorientierungsplattform whatchado. 2015 übergab er den CEO-Titel an seinen Freund und Mitgründer und hält seither weltweit Vorträge, sogenannte Keynotes. Unter anderem auf der TEDx San Francisco, dem Europäischen Forum Alpbach oder in den UN Headquarters in New York. Der Schwerpunkt seiner Keynotes liegt nach eigenen Angaben vor allem auf dem Thema „Menschen und ihre Potenziale“. Er hält Vorträge an Universitäten wie der WU Wien, der FH Wien oder der Johannes Kepler Universität Linz Gastvorträge und berät Firmen bei internen und externen Change- und Innovationsprozessen. Außerdem besucht er jährlich über 50 Schulen und Bildungseinrichtungen.
Es ist nämlich dein Leben
„In welcher Welt willst du leben?“ Diese Frage stellte Mahlodji den Bezauer Schülerinnen und Schülern zu Beginn seines Impulsvortrages. „Dabei müssen wir unser Leben und somit die Welt, in der wir leben, selbst gestalten und in die Hand nehmen. Keiner wird einem sagen, wie man das eigene Leben leben soll. Es ist nämlich dein Leben!“, so Mahlodji.
Nachhaltiger Erfolg
„Wir sind schon ein bisschen stolz, dass unsere kleine Schule eine dieser 50 Bildungseinrichtungen ist, die Ali Mahlodji besucht“, freut sich Dir. Mario Hammerer, der auch mit Genugtuung registrierte, dass seine Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und Aufmerksamkeit den Ausführungen des Experten folgten und so den 10. Entrepreneurship-Tag zu einem nachhaltigen Erfolg machten. Das kommt auch in begeisterten Statements zum Ausdruck:
„Der Vortrag von Ali war für uns extrem faszinierend. Noch nie habe ich erlebt, dass so viele Schüler gefesselt einer Person zuhörten und wir in weiterer Folge aus den unterschiedlichsten Klassen auf dem Gang zusammenstanden und über einen Vortrag diskutierten“, so Julian Hefel von der 3L.
„Ali hat mir richtig Selbstvertrauen und Kraft gegeben. Er hat mir gezeigt, dass alles im Leben möglich ist, egal von wo man kommt und egal, aus welchen Verhältnissen man stammt“, meint Luca Natter, 2. Klasse Werkraumschule. „Der Referent regt sehr zum Nachdenken an. Seine positive Ausstrahlung ist ansteckend“, so Mag. Barbara Eschrich, Lehrerin für wirtschaftliche Fächer. „Ali hat mich mit seiner Rede sehr inspiriert und hat uns erzählt, dass man nach der Schule versuchen soll, sein Leben selber in die Hände zu nehmen“, findet Simon Ender, Schüler 2. Klasse Werkraumschule.
„Ali hat seine Zuhörer – egal ob Schüler oder Lehrer – in jeder Sekunde mit seinem authentischen, sehr dynamischen Vortrag und seinem sympathischen Auftreten gefesselt und abgeholt“, fasst
Mag. Martina Heinzle, Lehrerin für Recht und Politische Bildung, zusammen. STP
