Vorhang auf fürs erste Autokino in Bludenz

HE_Blude / 02.09.2020 • 14:50 Uhr
Michael Wieser freut sich schon riesig auf die Premiere seines Autokinos in Bludenz, die am 3. September auf dem Fohrenburg-Areal über die Bühne geht. <span class="copyright"> bi</span>
Michael Wieser freut sich schon riesig auf die Premiere seines Autokinos in Bludenz, die am 3. September auf dem Fohrenburg-Areal über die Bühne geht. bi

Kinobetreiber Michael Wieser (53) bietet nach Dornbirn nun auch in der Alpenstadt neues cinematografisches Format an.

bludenz Den Besuchern ein richtiges Kinoerlebnis bieten zu können – auch in Zeiten der Maßnahmen im Zuge der Covid19-Pandemie – das ist Michael Wieser ein Anliegen. Der Cineast betreibt neben dem Kino Bludenz auch das Cinema Dornbirn. Zudem ist er Spartenobmann für Kino- und Freizeitbetriebe, diese Funktion nennt er „Kinosprecher“. Stets um Neuerungen bemüht, war er gemeinsam mit seinen Partnern Initiator des ersten Vorarlberger Autokinos in Dornbirn. Da sich dieses Konzept heuer im Frühjahr bestens bewährte, erfolgt nun auch in Bludenz auf dem Fohrenburg-Areal eine Umsetzung dieses Veranstaltungsformats. So fand kürzlich bereits ein Kino-Open-Air statt; ab 3. September wird dann das Autokino in Szene gehen. Bei der Bludenz-Premiere, eben am Donnerstag, 3. September, um 20.15 Uhr steht der Film „Les Mans 66“ auf dem Programm.

Welcher Film war beim Kino-Open-Air zu sehen?

Wir haben mit der europaweiten Premiere des Blockbusters von Christopher Nolans „Tenet“ gestartet. Die Premiere ging zeitgleich in 70 Ländern vom Start. Auch in unseren Kinos ist dieser Film zu sehen. Beim Kino-Open-Air war schönes Wetter, zahlreiche Besucher folgten dem spannungsgeladenen Film auf den bereitgestellten Liegestühlen.

Ist die Durchführung ihrer Projekte aufgrund der Covid19-Maßnahmen schwierig?

Ja, das ist es. Aufgrund der besonderen Situation bedarf es auch besonderer Maßnahmen. Gemeinsam mit meinem besten Freund und Geschäftspartner, Adrian Juriatti, sowie Simon Konrad von der KONON Event-Agentur machen wir aber auch jetzt wieder das scheinbar Unmögliche möglich. Mit der Fohrenburg können wir auf einen langjährigen Geschäftspartner zurückgreifen. Das Team ist voll motiviert, richtig gutes Kino anzubieten. Die Infrastruktur ist ideal und das Ambiente passt hervorragend.

Wie entstand die Idee für das erste Autokino Vorarlbergs?

Adrian und ich hatten uns schon lange mit dieser Idee beschäftigt. Bis heuer im Frühjahr ist die Umsetzung dieses Konzepts jedoch an den horrenden Kosten gescheitert, die so ein Event unweigerlich verschlingt, wenn es professionell ausgerichtet wird – also nicht in der einfachen Variante mit Beamer und DVDs, sondern mit einem richtigen Kinoprojektor und Filmmaterial. Es war dann ein glücklicher Zufall, dass Simon Konrad mit seiner Event-Agentur durch die Corona-Pandemie plötzlich viel Zeit hatte und uns kontaktierte. Seine Frage lautete: Ob wir nicht das erste Autokino machen wollten? Da mussten wir nicht lange überlegen.

Aus welchem Grund bieten Sie nun auch in Bludenz dieses Format an?

Es war von Anfang an geplant, dass wir nach dem Start in Dornbirn auch in Bludenz ein Autokino anbieten wollen. Darüber hinaus beabsichtigen wir, in Zukunft auch im ganzen Ländle an geeigneten Orten Autokinos durchzuführen. Die Formate Auto- und Open-Air-Kino sollen künftig ein Fixpunkt der Kinoszene darstellen. Wir haben uns entschlossen, das nötige Equipment hierfür zu kaufen, dieses verleihen wir in Zukunft auch an Interessierte.

Wie entsteht die Filmauswahl für diese Formate?

Für mich ist ein bunter Reigen an brandneuen Filmen und ausgewählten Klassikern der ideale Mix. Selbst ein Kult-Film wie „Dirty Dancing“ oder „Pretty Woman“, die man schon zigmal im Fernsehen gesehen hat, wirken auf der großen Leinwand im Auto-Kino oder auf einem Open-Air-Event völlig anders als zu Hause.

Welche weiteren Pläne haben Sie?

Ich glaube, ich habe alles erreicht, was ich mir bisher vorgenommen habe: das schöne Kino in Bludenz sowie meine anderen Betriebe, und jetzt auch noch das Wanderkino. Ich bin völlig ausgelastet. Es ist mir ein großes Anliegen, das Beste für unsere Besucher anzubieten. Eine Idee habe ich noch: Das wäre, ein Event mit Radio machen zu gestalten. Das wäre dann aber eine ganz andere Geschichte. BI