Erfolgreiche Jungmedizinerin

Gesund / 06.12.2019 • 11:25 Uhr
Schöne Erinnerung: Sophia Andexlinger vor jenem Poster, das ihr jüngst die Türen zum größten Kardiologen-Kongress öffnete.ulmer
Schöne Erinnerung: Sophia Andexlinger vor jenem Poster, das ihr jüngst die Türen zum größten Kardiologen-Kongress öffnete.ulmer

Sophia Andexlinger ließ mit Diplomarbeit bei Kardiologie-Kongress aufhorchen.

Lustenau, Innsbruck So jung und schon erfolgreich auf dem internationalen medizinischen Parkett unterwegs: Mit erst 23 Jahren schaffte es Sophia Andexlinger auf den größten Kardiologie-Kongress, der vor einigen Wochen in Paris stattgefunden hat. Dort präsentierte die Lustenauerin ein Poster zu einer Untersuchung, die sie mithilfe von Daten des aks durchgeführt hat. Andexlinger ermittelte dabei das Risiko von über 65-Jährigen, innerhalb der nächsten zehn Jahre an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Dafür sichtet die Medizinstudentin 35.000 Daten, die aus Gesundenuntersuchungen stammen. Betreut wurde sie bei dieser in Englisch verfassten Diplomarbeit von dem ebenfalls aus Vorarlberg stammenden und an der MedUni Innsbruck tätigen Gesundheitsstatistiker Hanno Ulmer. Nun überlegen die beiden, die Arbeit zusätzlich in einer Fachzeitschrift zu publizieren.

Kein logischer Schritt

Die Mutter Ärztin, der Vater Arzt: Da musste aus der Tochter eine Medizinstudentin werden. Oder? Ganz so logisch war der Schritt aber dann doch nicht. „Das Medizinstudium stand nicht an erster Stelle“, erzählt Sophia Andexlinger. Nach der Matura hat sie sich trotzdem zum Aufnahmetest angemeldet und bestanden. Da reifte in der jungen Dame der Entschluss, es wenigstens zu probieren. „Inzwischen gefällt mir das Studium“, sagt sie. Derzeit absolviert Sophia Andexlinger im LKH Feldkirch ein Klinisches Praktisches Jahr (KPJ). Die medizinische Richtung steht noch nicht fest, sehr wohl aber, dass sie den Turnus machen will.

An der Forschung zeigt sich die Jungmedizinerin sich weniger interessiert. Dort sieht sie, wenn überhaupt, höchstens ein paar Jahre. „Mir ist der Umgang mit Patienten und der direkte Kontakt mit ihnen wichtiger“, begründet Sophia Andexlinger. So gesehen könnte sie sich den Gang in die Allgemeinmedizin vorstellen. Damit würde sie in die Fußstapfen der Eltern treten, die natürlich stolz auf ihre erfolgreiche Tochter sind. VN-MM