Eine wertvolle Arbeitsplatzkultur ganz im Sinne der Menschen

Extra / 10.03.2021 • 13:31 Uhr
Respekt und Anerkennung schaffen Motivation und Einsatzbereitschaft. Fotos: Shutterstock, Frederick Sams
Respekt und Anerkennung schaffen Motivation und Einsatzbereitschaft. Fotos: Shutterstock, Frederick Sams

Vorarlbergs Betriebe bieten Top-Arbeitsplätze und übernehmen damit Verantwortung für die Menschen im Land.

Die Qualität der angebotenen Arbeitsplätze in Vorarlberg ist eine außerordentlich hohe. Diese ist in erster Linie auf das lange Fortbestehen des Betriebes und nachhaltige Entwicklung ausgerichtet. Im Gegensatz zu internationalen Großkonzernen, bei denen meist Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, zeichnen sich heimische Familienbetriebe besonders durch gute Lehrlingsausbildung, betriebliche Gesundheitsförderung und, nicht zuletzt, durch Familienfreundlichkeit aus. Diese Arbeitsbedingungen erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit – und machen Vorarlberg damit zu einem stabilen Wirtschaftsstandort. Eine Arbeitsplatzkultur, die sich im Vertrauen der Mitarbeiter ausdrückt, ist bestens geeignet um Innovationskraft und Wachstum der Wirtschaft zu stärken. Die Arbeitswelt befindet sich in einem Wandel, wie es ihn bisher noch nie gab. Weltweit fordern Wettbewerb, Nachfrageschwankungen, anspruchsvollere Kunden und neue Technologien und Prozesse mehr Flexibilität von Arbeitgebern und Arbeitnehmern als früher. Ob kleiner Handwerksbetrieb, mittelständischer Leitbetrieb oder international tätiger Konzern: Zunehmende Dynamik und Schnelllebigkeit verändern viele Arbeitsprozesse und stellen Unternehmer wie Mitarbeiter gleichermaßen vor Herausforderungen.

Wettbewerbsvorteil

Firmen mit hoher Anziehungskraft haben dabei einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil am Arbeitsmarkt. Je besser es ein Unternehmen versteht, sein Leitbild präzise und glaubwürdig darzustellen, umso eher wird es geeignete Mitarbeiter(innen) ansprechen. Die Marke „Attraktiver Arbeitgeber“ wirkt idealerweise auch nach innen: Bestehende Mitarbeite-
r(innen), die sich mit dem Unternehmen identifizieren können, sind in der Regel motiviert, zeigen Engagement und bleiben ihrem Arbeitgeber länger erhalten.

Eine Vorreiterrolle

Vorarlberger Betriebe wissen um das Potenzial guter Mitarbeiter. Sie werden daher alles daran setzen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Vorarlberg hat, was diese Erkenntnis betrifft, seit jeher österreichweit eine Vorreiterrolle eingenommen und z. B. in der Lehrlingsausbildung vorbildliche Schritte gesetzt. In der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie wurden schon Anfang der 70er-Jahre von Ausbildungsleitern führender Industrieunternehmen Ziele in Richtung zeitgemäße Berufsbilder und zukunftsorientierte Lehrpläne zur Reformierung der Lehrlingsausbildung gesteckt.

Kampf um die besten Köpfe

Auch das Thema Vereinbarkeit ist zu einer betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit geworden. Gerade dort, wo Arbeitskräfte ohnehin knapp sind und Kinderbetreuungsplätze aufgrund der örtlichen Gegebenheiten rar sind, ist das Bemühen um eine bessere Vereinbarkeit ein wesentlicher Bestandteil für ein erfolgreiches Employer Branding und die Sicherung der Leis-
tungsfähigkeit des Unternehmens. Der Kampf um die bes-
ten Köpfe hat auch in Corona-Zeiten nicht aufgehört. Unsere gemeinsame Aufgabe muss es sein, das Engagement, die Freude und Neugierde junger Menschen zu fördern, indem wir eine Arbeitswelt schaffen, die nicht nur berufliche Möglichkeiten, sondern auch Lebensperspektiven, Chancen und auch Halt bietet. Respekt, Anerkennung und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu leisten, schaffen Motivation und Einsatzbereitschaft. Beides Bedingungen, dass Arbeit nicht zur Pflichtübung verkommt, sondern einen kreativen Beitrag für unsere gesellschaftliche wie ökonomische Entwicklung leistet.

Zunehmende Dynamik verändert viele Arbeitsprozesse und stellt Unternehmer wie Mit- arbeiter gleichermaßen vor Herausforderungen.

Hans-Peter Metzler Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer

Eine wertvolle Arbeitsplatzkultur ganz im Sinne der Menschen