Bildungshaus 2020: Tourismus schafft neue Karrieremöglichkeiten

Extra / 26.03.2015 • 23:24 Uhr
Ein Beispiel für das große Engagement und die Gastfreundschaft der Vorarlberger: Rankweiler Schüler kochen bei der EYOF
Ein Beispiel für das große Engagement und die Gastfreundschaft der Vorarlberger: Rankweiler Schüler kochen bei der EYOF

Ein modulares System schafft neue Ausbildungsmöglichkeiten im Tourismus.

Feldkirch. (VN) Im Frühjahr 2014 wurde das Konzept der neuen Tourismusausbildung Landeshauptmann Markus Wallner, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrätin Bernadette Mennel übergeben. Die neue Vorarlberger Tourismusausbildung wurde in eineinhalb Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Direktoren der Landesberufsschule für das Gastgewerbe und den Hotelfachschulen Bludenz und Bezau und Unternehmern entwickelt. In drei interdisziplinär mit Bildungsexperten, Pädagogen, Psychologen, Architekten, Unternehmern und Jugendlichen besetzten Denkwerkstätten wurde
die Grundlage der neuen Tourismusausbildung geschaffen.

Neue Aus- und Weiterbildung

Die neue vierjährige Tourismusausbildung – beginnend mit dem neunten Pflichtschuljahr – ist eine duale Ausbildung. Das erste Jahr dient der Orientierung in den touristischen Berufen. Gleichzeitig werden gemeinsam mit dem Jugendlichen individuelle Bildungs- und Karrierewege festgelegt, die durch das modulare Ausbildungssystem unterstützt werden. Zudem wird durch neue Bildungsinhalte sowie durch verpflichtende Betriebswechsel in der betrieblichen Ausbildung eine höhere Ausbildungsqualität erreicht. In der nächsten Projektphase müssen politische und budgetäre Entscheidungen getroffen werden. Dazu gehört auch u.a. eine Standortanalyse für die drei Bildungsstandorte.

Eine Tourismuswirtschaft, die Gastfreundschaft in der angestrebten hohen Qualität leisten will, braucht hoch motivierte und bestens qualifizierte Mitarbeiter.

Alternative Ausbildung

Dafür müsse auch der Anteil heimischer Mitarbeiter im Vorarlberger Tourismus wieder deutlich gesteigert werden. Der Tourismus in Vorarlberg kann mit der projektierten und weiterentwickelten Form der dualen Ausbildung österreichweit beispielgebend werden.

Die klassische Lehrausbildung bleibt als berufliches Bildungsangebot im Vorarlberger Tourismus bestehen und wird durch die neuen alternativen Ausbildungsmöglichkeiten in sogenannten Werkstätten ausgearbeitet, ergänzt beziehungsweise erweitert.

Tourismusstrategie

Die Tourismusstrategie 2020 hat das Ziel, die Vorarlberger Beherbergungsbetriebe wettbewerbsfähiger zu machen. Die Tourismusstrategie 2020 definiert die Werte Regionalität, Gastfreundschaft und Nachhaltigkeit als Leitplanken für die Entwicklung des Vorarlberger Tourismus bis zum Jahr 2020. In diesen drei „Disziplinen“ soll sich das Tourismusland Vorarlberg zur Nummer eins in den relevanten Märkten entwickeln.