Aufbruch und Veränderung

Extra / 26.02.2015 • 10:10 Uhr

Es herrscht Aufbruchstimmung in Zeiten des Wandels. Und dies durchaus im positiven Sinn. Ganz besonders junge Menschen wollen sich nicht mehr bevormunden, in ein Korsett stecken lassen. Sie wollen sich unabhängig machen von den Zwängen des Systems. Junge Leute engagieren sich zusehends in allen gesellschaftspolitischen Bereichen. Sie fragen sich, was ist logisch, was ist vernünftig, was macht für mich Sinn, wie sehe ich meine Zukunft? Ihnen ist längst bewusst geworden, dass nicht irgendjemand die Dinge nach ihren Vorstellungen regeln wird, sondern dass jeder Einzelne selbst initiativ und aktiv werden muss. Eigenverantwortung ist gefragt. Unsere Schülerinnen und Schüler wollen endlich Ethikunterricht und eine ehrliche Vermittlung von Werten, genauso wie das Unterrichtsfach „Politische Bildung“, um in der Lage zu sein, die eigene Zukunft auch selbst mit dem nötigen Wissen mitgestalten zu können. Es geht um lebensnahe Kunst und Kultur, um Aufklärung, um Bildung, um Gesundheit und Sport, um geopolitische Zusammenhänge, um Ressourcen, um Energie, um Nachhaltigkeit und um den Klimawandel, aber vor allem auch um Sozialkompetenz und die persönliche Fahigkeit zu guten zwischenmenschlichen Beziehungen in allen Lebensbereichen.

Junge Leute haben den alten Strukturbewahrern und Pfründeabsicherern viel voraus: Sie haben Mut, Ideen, Innovationskraft, jugendlichen Eifer und gehen die Veränderungen zum Positiven an. Die Veränderung hin zur globalen Ressourcen- und Energiewende, die im Kleinen, in den Regionen beginnt und weltweit Schule machen kann. Hin zur Unabhängigkeit und Freiheit durch Aufklärung und Bildung. Weg vom verheerenden Diktat des Finanzcasinos, weg von der Korruption. Schluss mit der Plünderung der Leistungsträger und Volkswirtschaften. Hin zu einem Umwelt-, Natur- und Gesundheitsbewusstsein, zu sinnvoller Beschäftigung, hin zu zukunftsfähigen neuen Jobs und aufbauendem Unternehmergeist in einer produktiven und innovativen Realwirtschaft.

Auch 2015 stellen die Vorarlberger Nachrichten die „50 Köpfe von morgen“ unter 40 vor, die in allen Lebenswelten für diese Aufbruchstimmung stehen.

In Zeiten des Wandels ist Eigenverantwortlichkeit gefragt. Junge Leute zeigen mutig wie das geht.

05572/501-337, verena.daum-kuzmanovic@vorarlbergernachrichten.at