Miar machan’s ghörig! Eh klar! hak has fk – ÖKOPROFIT zertifiziert

Feldkirch. Handelsakademie Feldkirch stärkt das Umweltengagement. Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Greenwashing . . . viele Schlagworte, die man im Wirtschaftsunterricht hört. Zeit also, dass man sich an einer Wirtschaftsschule diesem Thema auch praktisch widmet. Vier Schüler der 5. Klasse der hak has fk strebten deshalb im Rahmen ihrer Diplomarbeit eine erstmalige Umweltzertifizierung ihrer Schule an, wobei sie sich für die Methodik von ÖKOPROFIT entschieden haben, um ein Umweltmanagementsystem einzuführen. Eine gute Wahl.

Wie geht’s zum Zertifikat?
1. Acht gemeinsame Workshops und individuelle Beratungen im Unternehmen.
2. Erheben der Istsituation in der Schule.
3. Schwerpunkte festlegen, Maßnahmen ableiten.
4. Erstellung des Umweltberichts.
5. Abschluss-Audit durch unabhängige Prüfer.
6. Gemeinsame ÖKOPROFIT-Zertifikatsverleihung.
Zertifikatsgültigkeit: 1 Jahr

Was ist Ökoprofit?
ÖKOPROFIT steht für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik“ und wurde von der Stadt Graz Anfang der 90er-Jahre entwickelt. ÖKOPROFIT® ist als Marke geschützt und wird bereits in mehreren europäischen Ländern, aber auch außerhalb Europas, umgesetzt. ÖKOPROFIT ist ein Baustein zum Aufbau eines prozessorientierten Umweltmanagementsystems. Es bietet individuelle Beratung, gemeinsame Arbeit in Workshops und Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung
und Behörden. Zu den Hauptthemen gehören Abfall, Energie und Stoffströme.




Was passierte in
der Umweltwoche?
Die Umweltwoche fand von 30. Jänner bis 3. Februar 2017 an der hak has fk statt. Während der gesamten Woche wurden interessante Umweltfakten im Schulgebäude aufgehängt, eine Pinnwand mit Facts über Müll aufgestellt, das neue Trennsystem erklärt und Nischen im Schulgebäude bewusst zugemüllt. Zudem wurden die Lehrpersonen aufgefordert, das Thema Mülltrennung im Unterricht aufzugreifen und zu diskutieren.

Die Werbelinie
Zu jeder Aktion gehört auch ein ansprechender Slogan. Der Slogan in der hak has fk war „Mach’s ghörig! Eh klar“. Die Werbebotschaft soll daran erinnern, dass nachhaltiges Handeln oft aus reiner Bequemlichkeit vernachlässigt wird. Der Slogan appelliert an unser Gewissen, nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und animiert uns, eine Vorbildfunktion einzunehmen. Der Slogan wurde mit einem Strichmännchen kombiniert. Slogan und Grafik sind in jedem Klassenraum, in den Gängen, im Aula-Bereich, auf Getränkeautomaten sowie auf dem Desktophintergrund der Schulcomputer zu finden und sollen daran erinnern, dass wir als „ghörige“ Gsiberger alles ghörig machen wollen.

Welche Aktionen
standen im
Vordergrund?
Gestartet wurde mit der Erhebung der Istsituation. Es zeigte sich, dass die Abfallwirtschaft ein Hauptthema der hak has fk sein wird. Der aktuelle Zustand wurde analysiert, ein neues Mülltrennsystem und eine neue Müllfibel eingeführt. Wir verbesserten die Beschriftung und organisierten Workshops und Exkursionen für Schüler. Um das Projekt ÖKOPROFIT in der Schule bekannt zu machen, gab es eine Umweltwoche.

Wie läuft das Audit ab?
Am 22. Februar fand das Audit des Vereins ÖKOPROFIT an der hak has fk statt. Dem Auditor wurden ein Umweltbericht und ein Maßnahmenkatalog vorgelegt und präsentiert, Fragen beantwortet und bei einem Rundgang durch die Schule gezeigt, was schon alles umgesetzt wurde. Nach kurzer Diskussion und verschiedenen Anregungen für das Folgejahr war klar, wir haben es geschafft! Die hak has fk ist ÖKOPROFIT zertifiziert.

Wie sieht die Zukunft des
Projekts aus?
Das Umweltprojekt soll natürlich auch nach Abschluss des Maturaprojekts noch lange nicht enden. Hierfür wurde ein Umweltteam, bestehend aus Direktor, Verwaltung und der Haustechnik, zusammengestellt. Für neue Projektteams gibt es immer wieder Themen, denen man sich gezielt widmen kann. Ein Vorschlag wäre zum Beispiel die Mobilität, der Stromverbrauch oder der Papierverbrauch . . . , es gibt vieles, was wir noch tun können.