„Ich wollte mit einem Heimspiel starten“

Wohin / 27.02.2020 • 11:32 Uhr
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Der Schlinser Martin Weinzerl hat sich ganz der „Xibergerischen Comedy“ verschrieben.

schwarzach Am 6. März kommt das dritte Soloprogramm von Martin Weinzerl auf die Bühne – gewohnt humorvoll bissig mit Charme, ehrlich und unverblümt. Der Comedian im VN-Interview.

 

Demnächst feiert dein neues Kabarettprogramm „Göttin sei Dank“ Premiere. Um was geht es?

weinzerl Es geht wieder um Geschichten, die das Leben schreibt. Um die zwischengeschlechtlichen Hürden des Alltags – ohne die schon totgespielten Klischees zu bedienen. Was ist typisch männlich oder weiblich und warum überhaupt? Wo schwächelt das starke Geschlecht? Ist Gendern die Lösung für alles? Diese und weitere Fragen möchte ich in meinem Programm versuchen zu beantworten.  

„Göttin sei Dank“ ist dein drittes Soloprogramm – wie fing alles an?

Weinzerl Durch puren Zufall. 2013 habe ich von einem Kabarettcasting des Vorarlberger Volkstheaters gelesen und mich einfach angemeldet. Zu meiner Überraschung durfte ich dann bei der VOVO-Produktion „Höhle, Hüttle, Hüsle“ mitwirken. Immer mit dem Ziel vor Augen, einmal ein abendfüllendes Soloprogramm auf die Bühne zu bringen. 2016 war es dann soweit. „Zufällig“ ist mir Sandra Aberer begegnet, wir erarbeiteten gemeinsam „#redamar“, dann folgte „Geisterfahrer – bin i do falsch?“ und jetzt darf ich schon zum dritten Mal mit einem Soloprogramm auf die Bühne. 

 

Bevor du das Kabarettfach für dich entdeckt hast, warst du aktiv als Musiker.

weinzerl Schon als Kind habe ich zu Songs im Radio mitgesungen. Ich habe dann Trompete, Schlagzeug und Gitarre gelernt und bin den typisch vorarlbergerischen Weg gegangen: Von der Gemeindemusik über die Guggamusig zur eigenen Band. Geblieben sind mir die Gitarre und das Singen.

 

Fließt deine Liebe zur Musik auch in deine Kabaretts ein?

weinzerl Ich baue die Musik natürlich in meine Programme ein. Es gibt in jedem Programm Themen, die ich in Form von Liedern verarbeite. Auch in „Göttin sei Dank“ habe ich die Gitarre griffbereit.

 

Du bist seit einiger Zeit parallel zum Kabarett auch mit deiner Band „Walgau 3“ unterwegs. 

weinzerl „Walgau 3“ ist in erster Linie eine Coverband. Wir spielen Pop- und Rockhits von den 60ern bis heute. Mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und zweistimmigem Gesang versuchen wir den Songs unsere Note zu verleihen. Für mich immer eine willkommene Abwechslung zum Kabarett und ein Herzensprojekt.

 

Auf der Presseaussendung steht, du machst „xibergrische Stand-up-Comedy“ – verkörperst also den typisch vorarlbergerischen Humor.   

weinzerl Hauptsächlich steht das auf meinen Pressetexten und Drucksorten, weil es mir wichtig ist zu transportieren, dass ich auf der Bühne im Dialekt rede. Ich habe die Erfahrung bereits bei meinem ersten Programm gemacht, dass die Leute an einem Spielort keine Karten gekauft haben, weil sie mit meinem Namen nichts anfangen konnten. „Isch sicher wiedr so an Wianer, wo niamand kennt“. Bis der Veranstalter „Kabarett in vorarlberger Mundart“ auf mein Plakat geschrieben hat – plötzlich gingen die Karten weg. Ja, ich versuche den Vorarlberger da zu packen, wo er sich angesprochen fühlt, wo er sich identifizieren kann.

 

Premiere von „Göttin sei Dank“ ist am 6. März in Ludesch, deiner Heimatgemeinde. Zufall oder wolltest du quasi „zuhause“ damit starten?

weinzerl Klar wollte ich mit einem Heimspiel starten, das haben wir so geplant. Die Premiere meines zweiten Solos „Geisterfahrer – bin i do falsch?“ war auch in Ludesch und das war eine unvergessliche Erfahrung. Volle Hütte, wahnsinnige Stimmung, rauschende Premierenfeier. So muss das sein. vn-ean

Zur Person

Martin Weinzerl

Geboren 14.1.1982

Wohnort Schlins

Hobbys Tennis, Gitarre, Schreiben, Singen

Martin Weinzerl – “Göttin sei Dank”: Premiere 6. März, Blumenegghalle Ludesch. Weitere Termine: www.martinweinzerl.at, www.musikladen.at