Hommage an Georg Danzer

Norbert Schneider präsentiert eine musikalische Hommage an Georg Danzer.
schwarzach. (VN) Mit dem Album „Neuaufnahme“ ist dem zweifachen Amadeus-Award-Gewinner Norbert Schneider etwas ganz Besonderes gelungen. Mit seiner unbeschwerten lockeren Art bringt er Songs des 2007 verstorbenen Georg Danzer, neu interpretiert und arrangiert, auf die Bühne. Der Künstler im VN-Gespräch.
Du hast als Kind Geige gelernt, wie kam das?
Schneider: Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie und habe mir dieses Instrument als Bub mit sieben Jahren selber ausgesucht. Ausschlaggebend war eine Serie, die ich damals gerne geschaut habe - „Oliver Maas“ -, darin ging es um einen Buben, der eine Zaubergeige gefunden hatte. Da war ich von der Geige so fasziniert, dass ich sie auch erlernen wollte.
Die Geige hast du irgendwann gegen die Gitarre getauscht. Warum?
Schneider: Die Geige kam halt bei den Mädels nicht so gut an (lacht). Ich habe da auch begonnen, meine eigenen Texte zu schreiben und Lieder zu komponieren, das war auf der Gitarre dann einfach viel leichter umzusetzen.
Du bist früher mit namhaften Blues-Künstlern aufgetreten, hast dich also der englischsprachigen Musik verschrieben. Seit einigen Jahren singst du im Wiener Dialekt. Warum?
Schneider: Schon meine Oma hat immer gesagt dass ihr meine Musik gut gefällt, aber sie leider die Texte nicht verstehe . . . Schlussendlich gab dann aber ein Auftritt in Stuttgart den Ausschlag für das Singen im Wiener Dialekt. Dort wurde ich gebeten, etwas auf wienerisch zu machen. Da habe ich mich dann zum ersten Mal damit befasst und gemerkt, dass das für mich ganz gut funktioniert.
Am 18. Februar erleben wir dich in Dornbirn mit deinem aktuellen Album „Neuaufnahme“, einer Hommage an Georg Danzer. Darauf hast du bekannte und teils auch bisher unveröffentlichte Songs des verstorbenen Künstlers neu interpretiert. Wie kam es dazu?
Schneider: Der Nachlassverwalter und ehemalige Manager von Georg Danzer war auf der Suche nach einem Künstler, der einige seiner Songs neu interpretiert. Als er auf mich zukam, war ich erst skeptisch. Danzer hat ja schon einen Unantastbar-Status in der österreichischen Musikszene. Ich habe dann probiert, diese Songs in meine Welt zu holen, und das hat ganz gut geklappt.
Ich stelle mir das recht schwierig vor. Auf der einen Seite den Spirit des Künstlers rüberzubringen, auf der anderen Seite seine eigene musikalische Identität zu wahren. Wie hast du das bewerkstelligt?
Schneider: Ich musste zuerst eine Auswahl für mich treffen und habe dann bewusst die Originale nicht zu oft angehört, eben nur so lange, bis ich die Akkorde konnte. Dann habe ich mich hingesetzt und geschaut, was kann ich mit diesen Akkorden machen, wie kann ich sie am besten bearbeiten. So lief das dann eigentlich ganz gut.
Du wirst heuer auch als Teilnehmer der ORF-Show Dancing Stars dabei sein. Ist das Tanzen eine neue Herausforderung für dich oder bist du eh schon ein guter Tänzer?
Schneider: Ich habe nie getanzt, außer in der Disco. Somit ist das für mich schon eine tolle Herausforderung. Ich bin jetzt 37, es ist also eh höchste Zeit für einen Tanzkurs.
Zur Person
Norbert Schneider
Geboren: 24.10.1979
Wohnort: Wien
Familienstand: Glücklich geschieden
Lebensmotto: Sei lieb zu den anderen und schau auf eine ausgewogene Ernährung
Norbert Schneider & Band – „Neuaufnahme“, 18. Februar, Spielboden Dornbirn. Karten: oeticket.com, spielboden.at