In der letzten Eiszeit war es sechs Grad kälter als heute
Dübendorf Die letzte Eiszeit war deutlich kälter als bisher angenommen, wie Forschende aus der Schweiz, Deutschland und den USA im Fachmagazin „Nature“ berichten. Für ihre Analysen griffen sie auf das „Edelgas-Thermometer“ zurück. Zuverlässige Temperaturrekonstruktionen beruhen meist auf Daten aus Eisbohrkernen in hohen Breiten. Doch die Temperaturen für mittlere und niedere Breiten sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Um dieses lückenhafte Bild zu füllen, wurden uralte Grundwässer analysiert. Denn die in ihnen gelösten chemisch inerten Edelgase zeichnen nach, welche Temperaturen herrschten, als das Wasser im Boden versickerte. Mit relativen Datierungsmethoden erstellten die Forschenden eine Temperaturkurve. Der tiefste Wert in dieser Kurve entspricht dem Höhepunkt der letzten Eiszeit, dem Last Glacial Maximum (LGM).
Demnach lag die globale Durchschnittstemperatur rund sechs Grad tiefer als heute. Also statt bei 14 Grad bei rund acht Grad.