Überreste einer 1300 Jahre alter Kirche in Israel gefunden
Tel Aviv Bei archäologischen Ausgrabungen im Norden Israels sind die Überreste einer rund 1300 Jahre alten Kirche gefunden worden. Bei dem Gebäude in dem Dorf Kfar Kama handle es sich offenbar um den Teil eines alten Klosters, teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Die Grabungen seien vor dem geplanten Bau eines Spielplatzes erfolgt.
Die Archäologin Nurit Feig sagte, die Kirche sei 36 Meter lang und 12 Meter breit gewesen. Sie habe einen Hof, eine Vorhalle und eine Hauptkammer gehabt. Besonders an dem Gotteshaus sei, dass es drei Gebetsnischen aufweise – normalerweise gebe es nur eine. Das Kirchenschiff und die Gänge seien mit Mosaikboden geschmückt gewesen. „Die farbliche Dekoration fällt stark auf, mit geometrischen Mustern und blauen, schwarzen und roten Blumenmustern“, sagte Feig. „Eine besondere Entdeckung war der kleine Reliquienschrein, eine Steinkiste, die zur Aufbewahrung heiliger Gegenstände verwendet wurde.“
Die Entdeckung sei ein Hinweis auf die Bedeutung des damals christlichen Dorfs zur Zeit des byzantinischen Reichs. Es habe nahe dem Berg Tabor in Galiläa gelegen, nach christlicher Überlieferung der Ort der Verklärung Jesu.