Hirnabbau bei Antarktisaufenthalt

Wissen / 06.12.2019 • 17:20 Uhr

Berlin Eine lange Zeit unter den Extrembedingungen in der Antarktis hinterlässt Spuren im Gehirn. Bei Menschen, die sich 14 Monate auf einer Forschungsstation aufhielten, seien Verkleinerungen in Teilbereichen des Hippocampus festgestellt worden, die für Gedächtnis und räumliches Denken zuständig sind, berichten deutsche Wissenschaftler im “The New England Journal of Medicine”. Was die Veränderungen im Gehirn auslöst, ist unklar. Das Problem könnte demnach auch für Raumfahrtmissionen relevant sein.

Die Probanden hatten auf der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in der Antarktis überwintert. Von Ende Februar bis Anfang November leben und arbeiten dort neun Menschen. Wegen des Wetters sind An- und Abreisen in dieser Zeit nicht möglich.