Skisprung-Legende über Zielsetzungen, Pläne und deren Umsetzungen

Andreas Goldberger referierte auf dem 41. Wirtschaftsforum über die Säulen seiner Erfolge.
Bregenz In den 90er-Jahren zog Andreas Goldberger mit seinen Sprüngen von den größten Skisprungschanzen dieser Welt die Massen in den Bann, beim 41. Wirtschaftsforum auf der Bühne des Festspielhauses in Bregenz waren es rund 500 Zuseher und Zuhörer, die an seinen Lippen hingen.
“Nachdem ich mit sieben Jahren das erste Mal in meiner Heimat Waldzell über eine Schanze gesprungen bin, wusste ich, dass ich der Beste in dieser Sportart, Olympiasieger werden will”.
Andreas Goldberger
Referent beim 41. Wirtshcaftsforum

Lebensschule Spitzensport
Dabei gab der mittlerweile 51-Jährige, der dreimal den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte und zweimal die traditionsreiche Vierschanzentournee gewann, Einblicke in seine Erfahrungen als Spitzensportler und den Faktoren, die ihn mit zu einem der besten Athleten der Welt werden ließen. “Ich spreche immer von der Lebensschule Spitzensport. Warum? Weil der Sport in meinen Augen als optimale Vorbereitung für das Leben dient”, so Goldberger.
Zur Person
Andreas Goldberger
zählt zu den erfolgreichsten Skispringern der 1990er-Jahre und bewegte ganz Österreich.
Geboren 29. November 1972
Geburtsort Ried/Innkreis
Größte Erfolge Bronze Olympische Spiele 1994 in Lillehammer (Team und Einzel); Sieger Gesamtweltcup (1992/93, 1994/95, 1995/96); Sieg Vierschanzentournee (1992/93, 1994/95)

Seine drei goldenen Regeln für eine erfolgreiche Sportkarierre waren: Die Zielsetzung, einen Plan haben und diesen dann in die Realität umsetzen. Bei den Zielen haperte es dem zweifachen Familienvater nicht, “denn schon als siebenjähriger Bub, als ich das erste Mal in meiner Heimat Waldzell von einer Schanze gesprungen bin, war für mich klar: Ich will in dieser Sportart der beste der Welt werden, Olympiasieger werden”, erklärt “Goldi”.
Toni Innauer als Vorbild
Bei den Planungen zu seiner Karriere scheute sich der nunmehrige Co-Kommentator bei TV-Übertragungen nicht, positive Abläufe seiner großen Vorbilder wie Ernst Vettori oder Toni Innauer abzuschauen. “Die habe ich dann wie ein Puzzle für mich zusammengebaut und konnte mich so entwickeln,” erklärt der 51-Jährige, der erklärt, “dass die Aufnahme in das Skigymnasium Stams ein wichtiger Faktor für meine Laufbahn war, die ich meinen Eltern zu verdanken habe. Die haben viele Entbehrungen auf unseren Bauernhof in Kauf genommen”.

Beim Thema Umsetzung setzte Goldberger klar auf harte Arbeit und die Art, wie man mit Rückschlägen umgeht. “Fehler passieren, aber eben nur, wenn man Entscheidungen trifft. Wichtig ist, dass die Fehler-Analyse in Form einer positiven Korrektur abläuft”.

Bei der abschließenden Fragerunde mit Moderatorin Nadja Bernhard gab Österreichs Skisprung-Legende unumwunden zu, “dass ich zwar als junger Bub das Ziel Olympiasieger ausrief, dem aber mit Bronze leider nur nahe gekommen bin. Heute würde ich eine meiner drei Glaskugeln für den Gesamtweltcup sofort dafür eintauschen”.