Wie die Welt funktioniert

Wetter / 08.03.2021 • 18:19 Uhr
Reinhard Schneider kommuniziert derzeit über digitale Kanäle. Schneider
Reinhard Schneider kommuniziert derzeit über digitale Kanäle. Schneider

Reinhard Schneider bringt FH-Studierenden Technik näher.

Höchst Die Weiterentwicklung von Persönlichkeiten und eine sehr gute Ausbildung von jungen Menschen für die Region – das ist das persönliche Anliegen von Reinhard Schneider. Der promovierte Elektrotechniker ist seit Anfang Februar an der Fachhochschule Vorarlberg der neue Studiengangsleiter für den Bachelorstudiengang Mechatronik. „Ich arbeite gerne mit jungen Menschen zusammen und ich helfe auch weiter“, erklärt Schneider einer seiner Beweggründe für seine Lehrtätigkeit an der FH.

Der Höchster ist seit über 15 Jahren an der FH angestellt und hat vor knapp sieben Jahren mit viel Einsatz den Studiengang „Elektrotechnik Dual“ mitentwickelt. Seiner Erfahrung nach bietet ein Technikstudium mehrere Vorteile. Zum einen ermöglichen sich für Techniker gute Karrierechancen und somit die Möglichkeit auf ein gutes Leben. Zum anderen sichere die Technik und die damit verbundenen Entwicklungen unsere Region.

Mofa als Studienobjekt

An Technik war Reinhard Schneider schon von klein auf interessiert. „Mich hat fasziniert, wenn ich erkunden konnte, wie Dinge funktionieren“, erinnert sich der 52-Jährige. Spielsachen zum Basteln oder Experimentalkästen waren ihm höchst willkommen. „Meine Eltern haben mein Interesse immer unterstützt“, so Schneider. Als Jugendlicher hat er ein Moped komplett auseinandergebaut und natürlich auch wieder zusammengesetzt. Für einen Technikinteressierten wäre der klassische Weg mit dem Besuch einer HTL vorgezeichnet gewesen. Diesen hat der Sportinteressierte aber nicht beschritten. „Ich bin wegen der Allgemeinbildung ins Gymnasium gegangen. Mir war nämlich klar, dass ich nach der Matura studieren gehe und nicht direkt ins Berufsleben einsteigen will.“ Die fehlende Vorbildung in der Werkstatt und in einzelnen Fachbereichen hat der Studiengangsleiter damals in zwei Jahren an der Uni wieder wettgemacht. Dafür hatte er im Bereich Mathematik gegenüber den HTL-Absolventen einen Vorsprung.

Hybrides Modell

Noch heute ist Reinhard Schneider davon fasziniert, wie man die Welt mit Technik und zugegebenermaßen nicht einfachen Grundlagen, wie Physik und Mathematik, erklären kann. Und diese Faszination gibt er an seine Studierenden weiter. Derzeit findet der fast gesamte Unterricht durch Distance Learning statt. „Ich stand vergangenen März vor der Herausforderung, eine Lehrveranstaltung innerhalb von zwei Tagen auf online umzustellen“, erzählt der Hobby-Klavierspieler, der auch in einer Musikgruppe die afrikanische Trommel schlägt. Inzwischen habe sich vieles eingependelt. Der Elektrotechniker kann sich vorstellen, dass didaktische Online-Tools und die Aufzeichnung von Vorlesungen beibehalten werden. Die Arbeit im Labor und an den Maschinen wird an der FH fortgesetzt und ermöglicht den Studierenden wenigstens etwas sozialen Kontakt. „Ich beobachte, dass die Studierenden hochmotiviert und konzentriert vor ihren Computern sitzen und gleich auf meine Fragen reagieren“, streut er seinem Technik-Nachwuchs Rosen.

Den Kontakt zu den Studierenden und zu seinen Kollegen hält er daheim von seinem eigenen Büro aus. Die Trennung von Privat und Arbeit gelingt ihm im Homeoffice größtenteils. „Ich habe generell keinen Job, der am Abend nach Verlassen des Büros erledigt ist. Es kann schon sein, dass ich abends noch schnell was am Laptop erledige“, gibt er zu. Aber die Zeiten, in denen Reinhard Schneider abschaltet, gehören seiner Familie. VN-pag

Zur Person

Reinhard Schneider

Seit Februar 2021 Studiengangsleiter Mechatronik Bachelor an der FH Vorarlberg

Alter 52

Ausbildung Studium Elektrotechnik an der TU Graz

Familie glücklich verheiratet, drei Kinder und eine erwachsene Tochter

Hobbys Musik, Segeln, Skifahren

Lebensmotto Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen! (Henry Ford)

Lieblingsessen Kürbis-Curry mit Kokosmilch