Gewiefter Netzwerker

Marc Brugger Geschäftsführer und Sportdirektor der Turnerschaft.
Hohenems Bis zum 28. Lebensjahr jagte Marc Brugger für den VfB Hohenems und den FC Lustenau dem runden Leder nach, ehe er sich im Sommer 2001 als Vizemeister in der Regionalliga im Trikot des SCR Altach von der Fußballbühne verabschiedete. Der gebürtige Hohenemser war trotz seiner Vorliebe für den Fußball immer polysportiv unterwegs und absolvierte diverse Trainerausbildungen, um sich mit der Trainingsmethodik quer durch alle Sportarten zu beschäftigen. Mittlerweile hat der 48-Jährige seine sportlichen Aktivitäten auf Ski- und MTB-Touren oder Tennispartien reduziert.
„Der Sport hat die Fähigkeit, eine einzigartige und lebenslange Leidenschaft in uns zu wecken, die Menschen über Kulturkreise, Geschlechter, Generationen und soziale Schichten hinweg verbindet. Und genau das treibt mich an“, erklärt Brugger. „Dies war als Aktiver so und seit 20 Jahren in meinem beruflichen Werdegang.“ Sechs Jahre war er bei Infront Sports und Media für die Vermarktung und Umsetzung von Sportevents u. a. im Bob- und Rodelweltcup tätig. 2009 beendete er seine Ausbildung zum Master of Business Administration (MBA) für Sportmanagement an der Uni Jena und 2010 leitete Brugger eine Saison den Bereich Marketing&Kommunikation beim SCR Altach.
EYOF-Spiele und Gymnaestrada
Die Möglichkeit, junge Sportler, Fans und Konsumenten bei einem weltweiten Sportereignis zusammenzubringen und ein unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen, bot sich beim European Youth Olympic Festival 2015 in Vorarlberg und Liechtenstein. „Das war ein Schlüsselerlebnis für mich. Als Verantwortlicher für Marketing und Kommunikation war es möglich, mit eindrucksvollen Inhalten eine integrative Kommunikationsplattform zu schaffen. Jeder, der einmal bei so einer Veranstaltung dabei war, weiß, wovon ich spreche.“ Aus diesem Grund blickt Brugger gern auf die EYOF-Spiele zurück: „Neben anderen Dingen war dies sicher ein Schlüsselerlebnis für mich. Tolle Stimmung, sportliche Höchstleistungen und ein großer Mehrwert für die Sponsoren. Einzigartige Momente!
Besonders stolz ist er darauf, für die Biathlonbewerbe eine mobile Anlage am Bürserberg errichtet zu haben. Damit wurde verhindert, dass die Bewerbe nach Seefeld ausgelagert werden musste.
Krönender Höhepunkt war die Weltgymnaestrada 2019. „In diesen drei Jahren habe ich die handelnden Personen in der Vorarlberger Turnerschaft (VTS) kennengelernt. Von der ersten Sekunde an stimmte die Chemie und das gegenseitige Respekt und die Wertschätzung waren vorhanden.“
Strategisch planen
Als der mit 10.600 Mitgliedern und 53 Vereinen drittgrößte Sportverband einen Geschäftsführer suchte, war dies der Startschuss, sich einer neuen und vor allem langfristigen Herausforderung zu stellen. Ihm ist vor allem wichtig, Serviceleistungen wie Aus- und Fortbildungen für Trainer und Funktionäre auszubauen. „Um im Sport erfolgreich zu sein, müssen Einflüsse wie Schule, Freunde und Entwicklung, denen junge Menschen ausgesetzt sind, berücksichtigt werden. Spaß durch Abwechslung im Training sowie der Halt in Zeiten wie der Pubertät zu finden, sind nur zwei wichtige Parameter, die es zu erfüllen gilt. Ziel muss es sein, aus Kindern gesunde, glückliche und erfolgreiche Menschen zu machen. Wenn das gelingt, finden sich auch Partner, die diese Arbeit monetär unterstützen.“ VN-JD
Zur Person
Marc Brugger
Der gebürtige Hohenemser war u. a. beim SCR Altach, den EYOF-Festival 2015 und bei der Weltgymnaestrada 2019 für Marketing, Kommunikation, Sponsoring und Infrastrukturmanagement verantwortlich
Geboren 13. Jänner 1973
Ausbildung Master of Business Administration (MBA) Sportmanagment (2009), Dipl. Trainingswissenschaftler Uni Salzburg (2013), Staatliche Trainerausbildung (2003)
Familie verheiratet mit Stefanie, Söhne Patrick (24), Matthias (22), Luis (4) und Lorenz (2)