Na, sauber!

Wetter / 11.09.2020 • 18:18 Uhr
Renate Kallenbach übt ihren Beruf als Schulwartin voller Enthusiasmus aus. BI
Renate Kallenbach übt ihren Beruf als Schulwartin voller Enthusiasmus aus. BI

Neue Herausforderungen für Schulwartin Renate Kallenbach.

Bludenz Schulwartin zu sein, ist für Renate Kallenbach der Traumberuf schlechthin: „Ich liebe die Schule und die Schüler! Die Arbeit macht mir Spaß, ich gehe jeden Tag gerne arbeiten. Unser Team ist gut aufeinander eingespielt, wir passen sehr gut zusammen. Alles funktioniert reibungslos.“ Seit nunmehr 14 Jahren übt die dreifache Mutter ihren Beruf als Schulwartin an den Tourismusschulen Bludenz aus. Zuvor hatte sie als Zimmermädchen in Brand gearbeitet. Die Arbeit als Schulwartin liegt ihr insbesondere deshalb, weil sie ständig mit jungen Menschen zu tun hat: „Das hält mich auch selber jung!“

Sauberkeit und Hygiene spielen in einer Tourismusfachschule ohnehin eine große Rolle. Durch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie hat sich ihr Aufgabengebiet erweitert: „Wir reinigen und desinfizieren während der Pause in der Früh, in der großen Pause und am Nachmittag alles, was die Schüler anfassen. Also alle Waschbecken, Tische, Lichtschalter und Türschnallen. Der Turnsaal und die Sanitärräume werden ebenfalls jeden Tag sehr gründlich gereinigt, das ist sehr wichtig.“ Die Schüler müssen im Eingangsbereich die Hände desinfizieren und werden laufend zum regelmäßigen Händewaschen angehalten. Als Schulwartin teilt sie den insgesamt 13 Reinigungskräften für die Tourismusschulen und das Internat die Aufgaben zu. Die Anweisungen erhalte sie direkt von Klaus Mähr, dem Schuldirektor: „Klaus ist ein super Chef. Er ist sehr besorgt um uns alle – die Schüler und die Mitarbeiter. Er hat immer ein offenes Ohr, bei Problemen ist er stets um konstruktive Lösungsmöglichkeiten bemüht. Ich hoffe wirklich sehr, dass er noch sehr lange an der Schule bleibt, denn sein Führungsstil ist maßgeblich für das tolle Arbeitsklima an der Schule.“

Die entstandene Mehrarbeit durch die Covid-19-Krise stört die aufgeschlossene Bludenzerin nicht. Sie ist eine Optimistin: „Ich finde, die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 sollte reell gesehen werden. Vor Angst kann man auch sterben. Natürlich sind die Vorsichtsmaßnahmen genauestens einzuhalten. Aber sollte eine zweite Welle kommen, dann können wir nichts daran ändern. Ich nehme das mit Gelassenheit. Wir müssen dann eben das Beste daraus machen.“ Es werde zwar in der Schule genau auf die Abstandsregeln geachtet, aber in der Freizeit treffen sich die Jugendlichen auch ohne Aufsicht: „Es ist nicht zu verhindern, dass sie zusammenkommen. Schon auf dem Pausenplatz stehen sie manchmal nahe beieinander, wir können nicht alles kontrollieren.“ Wobei es ihrer Art entspricht, Schüler direkt auf ein Fehlverhalten anzusprechen und dies nicht nur zur Einhaltung der Covid-19-Maßnahmen: „Es kommt vor, dass ein Schüler nicht grüßt oder achtlos Müll wegwirft. Da ich Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander lege, weise ich denjenigen darauf hin, dass auch ein ‚Bitte‘ und ‚Danke‘ zu den normalen Umgangsformen gehören und Müll entsprechend entsorgt wird.“ Ein wertschätzender Umgang miteinander sei eine Grundbedingung, auch im Team. Nur dann gelinge eine problemlose Zusammenarbeit. BI

Zur Person

Renate Kallenbach

Geboren 24. November 1962

Familie zwei Töchter, ein Sohn

Beruf Schulwartin an den Tourismusschulen Bludenz

Hobbys Naturfotografie, Wandern