Auch so geht Football

Mark Falger aus Dornbirn ist Präsident der XiBears, eines Flag-Football-Vereins.
Dornbirn. (VN-pes) „American Football ist kein Kontaktsport“, sagte einst US-Trainerlegende Vince Lombardi über seine Sportart. „Tanzen ist ein Kontaktsport. Football ist ein Kollisionssport.“ Der Dornbirner Mark Falger ist ebenfalls einer, der davon erzählen kann. Er spielte einige Jahre Football für die Innsbrucker Raiders in Österreichs höchster Spielklasse, war Staatsmeister und Nationalspieler. Als Verteidiger auf der Position des Defensive End trainierte er mehrmals in der Woche, wie man gegnerische Spieler „tackelt“, also sie in vollem Lauf packt und zu Boden reißt.
Heute ist er zurück in Vorarlberg, arbeitet als Architekt und hat eine Familie gegründet. „Einige Freunde und ich suchten eine passende Sportart. Wir fühlten uns zu alt für Tackle-Football und zu jung fürs Nichtstun“, erzählt der 42-Jährige. Den neuen Sport fanden sie im Flag-Football. So lautet eine kontakt- und kollisionsfreie Variante des Spiels mit dem Leder-Ei. Statt zu „tackeln“, reißt man eine der beiden Flaggen ab, die jeder Spieler am Gürtel trägt. „Dadurch ist die Verletzungsgefahr natürlich viel geringer“, sagt er. Schließlich gründeten Falger und Co. einen Flag-Football-Verein, die Dornbirn XiBears.
Einfacher als die körperbetonte Variante ist Flag-Football nicht unbedingt. „Ein ganzer Mann bietet natürlich mehr Angriffsfläche als so eine kleine Flagge“, lacht der frühere Topverteidiger. Bei den XiBears trainieren zehn bis 15 Spieler, „zurzeit auch zwei Frauen, aber es waren auch schon mehr“, erzählt der Club-Präsident. Der Verein kooperiert mit den Hohenems Blue Devils. „Wer noch kein Tackle-Football spielen kann, bekommt bei uns ein Gefühl für den Sport“, erläutert Falger. Aber auch ehemalige Tackle-Footballer binden sich nun Flaggen um die Hüfte. „Neue Spieler sind uns stets willkommen“, wirbt der Präsident. Heuer möchte der Verein zusammen mit zwei Teams aus Feldkirch und Nenzing eine Landesmeisterschaft ausspielen.
US-Erfahrung
Mark Falger lebte drei Jahre nahe Chicago, der Heimat seiner Frau. Zu der Zeit trainierte er sogar eine Schulmannschaft und ging auch zu Spielen der NFL-Profiteams. Heutzutage verfolgt er die US-Liga nicht mehr so genau: „Unser Jüngster ist vier Monate alt, da komme ich nicht mehr oft dazu, bis in die Nacht Football zu schauen.“ Sonntagnacht beim Meisterschaftsendspiel, dem Super Bowl, hält er den Atlanta Falcons die Daumen. Dieses Spiel lässt sich Mark Falger nicht entgehen. „Ich habe vorsichtshalber am Montagvormittag freigenommen“, sagt er.
Bei Flag-Football ist die Verletzungsgefahr viel geringer.
Mark Falger
Zur Person
Mark Falger
ist Präsident des Flag-Football-Vereins Dornbirn Xi-Bears.
Geboren: 1965
Beruf: Architekt
Familie: verheiratet, zwei Kinder
Hobbys: Flag-Football, US-Oldtimer