Die gute Seele im Team

Wetter / 21.05.2015 • 19:55 Uhr
Martin Maier sorgt für Linderung der Schulterschmerzen bei Kreisläufer Kresimir Kozina. Foto: GEPA
Martin Maier sorgt für Linderung der Schulterschmerzen bei Kreisläufer Kresimir Kozina. Foto: GEPA

Martin Maier ist seit 24 Jahren Masseur und Seelentröster der
Harder Handballer.

Hard. (VN-jd) Wenn es ihn nicht schon geben würde, müsste man ihn erfinden. Die Rede ist von Martin Maier: Seit über 24 Jahren ist der 44-Jährige bei den Harder Handballern als Masseur tätig und war bei allen historischen Erfolgen der Roten Teufel am Bodensee dabei. Sich Gedanken darüber zu machen, wie viele Stunden er bei den unzähligen Heim- und Auswärtspielen in Bus, Zug oder Flugzeug verbracht hat, hat der dienstälteste Rote Teufel schon längst aufgegeben. „Ich kann mir ein Leben ohne den Handballsport eigentlich nicht vorstellen. Zusammen mit der Familie und dem Beruf sind die Handballer die bestimmenden Faktoren in meinem Leben.“

Ins kalte Wasser geworfen

Begonnen hat alles 1989 mit der Massagelehre bei Dr. Michal Siekierzynski in Höchst. „Ich wusste noch nicht richtig, wie man einen Tapeverband anlegt und wurde von meinem Lehrmeister ins kalte Wasser geworfen“, erinnert sich Maier. Der Chef hat mir die Arbeit bei den Höchster Fußballern übergeben und gemeint: „Du schaffst das schon.“

Nach Beendigung der Lehrzeit war es der damalige Trainer Hans-Werner Thurnher, der Maier zu den im Württembergischen Verband spielenden Handballern holte. Seine Arbeit bei den Fußballern setzte Maier noch beim FC Lauterach (1994 bis 1997) bzw. dem FC Hard (1997 bis 2000) fort, ehe er seinen Fokus komplett auf die Zusammenarbeit mit den Handballern legte. „Nach dem Aufstieg in die Handball-Liga Austria war die Belastung, für zwei Vereine tätig zu sein, einfach zu groß. Obwohl ich in meiner Jugend Fußball gespielt habe und Handball nie selbst aktiv ausgeübt habe, faszinierte mich der Handballsport von der ersten Sekunde an, und es ist bis heute so geblieben.“

In seiner Funktion als Masseur sieht sich Maier als Verbindungsglied zwischen Trainerteam und Spielern. „Die Spieler, die in meine Praxis kommen, reden sich oft während der Behandlung ihre Probleme von der Seele. Ich höre dann immer genau zu und versuche, die verschiedensten Anliegen in positive Bahnen zu lenken. Meine positive Art und Denkweise haben nicht nur einmal dazu beigetragen, dass die Gesundungsphase dadurch viel kürzer war als ursprünglich angenommen.“

„Wir holen den Titel“

Der anstehenden Finalserie seiner Schützlinge gegen Bregenz sieht Maier zuversichtlich entgegen: „Ich bin überzeugt, dass wir in Hard spätestens am 30. Mai den vierten Titelgewinn in Serie feiern können.“

Ich bin stolz darauf, Teil der Harder Erfolgsgeschichte zu sein.

Martin Maier

Zur Person

Martin Maier

ist seit 1991 Masseur der Harder Handballer.

Geboren: 4. Mai 1971

Ausbildung: Massagelehre, seit 1996 selbstständige, Praxis für Massage in Hard

Familie: verheiratet mit Karin, Söhne Mathias (18) und Manuel (17)