Karriere bei der Messe

Wetter / 25.03.2015 • 18:37 Uhr
Herbert Rella vor dem Plan des neuesten Millionenprojekts der Messe.  Foto: Hagen
Herbert Rella vor dem Plan des neuesten Millionenprojekts der Messe. Foto: Hagen

Die Handschrift von Infrastruktur-Chef Herbert Rella ist auf dem Dornbirner Messegelände überall sichtbar.

Dornbirn. (ha) Heute öffnet die zweite „Schau!“, die Nachfolgerin der Frühjahrsmesse, ihre Tore. Bis gestern Abend wurde auf dem Gelände und in den Hallen gehämmert, gebohrt und gesägt. Mitverantwortlich für einen reibungslosen Ablauf der Aufbauarbeiten ist auch Prokurist Herbert Rella, früher Chef der Technik, seit einigen Jahren der Mann für neue Projekte.

Mindestens fünf Jahre will Rella, der unlängst seinen 60. Geburtstag feierte, noch im Messeteam mitarbeiten, und zwar an vorderster Front. Denn mit dem Neubau von zwei Riesenhallen steht ein Großprojekt an, das sozusagen unter seiner Regie abläuft: „Es gilt, Nutzerinteressen, Finanzierung oder Wünsche der Planer und der Messe unter einen Hut zu bringen.“ Er weiß auch, dass das 28-Millionen-Euro-Projekt, finanziert von Stadt und Land, unter besonderer Beobachtung der Politik steht. Spatenstich ist nach der diesjährigen Herbstmesse, nach einem Jahr Bauzeit soll die mit 8000 m2 Nutzfläche größte Halle des Landes eröffnet werden.

Für Rella, bestens vertraut mit der maroden Bausub­stanz der Hallen der ersten Generation, erbaut in den Jahren 1974/75, ist die Investition dringend notwendig: „Die alten Hallen 9 bis 12, die jetzt abgebrochen und durch den Neubau ersetzt werden, entsprechen in keiner Weise mehr den Anforderungen eines modernen Messebetriebs.“

Der Leiter der Abteilung Infrastruktur/Weiterentwicklung ist stolz auf die bereits erfolgten Veränderungen auf dem Messegelände, an denen er maßgeblich beteiligt war, angefangen vom Messestadion, das 1998 in Betrieb ging, bis zum Haus der Messe.

Karriere mit der Messe

1996 stieß Rella zur Dornbirner Messe. Er ist somit einer der dienstältesten Mitarbeiter, und er kennt das Messegeschäft in- und auswendig: „Angefangen habe ich als Verantwortlicher für Sonderschauen, später war ich Projektleiter der Herbstmesse, dann hieß es „Zurück zu den Wurzeln“. Damit meint der gelernte Elektrotechniker seinen Wechsel in die Technik.

Angefangen hat Rellas Karriere bei der Messe eigentlich schon 1968, als er sich als 14-Jähriger zu Zeiten, als noch die Innenstadt Messe­standort war, als Plakatkleber oder Aufbauhelfer ein Taschengeld verdiente. „Seither fühle ich mich mit der Messe verbunden.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vom Stress des Messegeschäfts erholt er sich übrigens auf seine Art: Er baut eigenhändig ein uraltes ehemaliges ÖBB-Mannschaftsgebäude aus dem vorletzten Jahrhundert zu seinem ganz privaten Heim um. Wenn es läuft, kann er rechtzeitig zum Pensionsantritt einziehen.

Seit ich 14 bin, fühle ich mich mit der Messe verbunden.

Herbert Rella

Zur Person

Herbert Rella

Geboren: 1954

Wohnort: Dornbirn

Erlernter Beruf: Elektrotechniker

Ausbildung: HTL Bregenz

Hobbys: Sanierung alter Gemäuer, Fotografie, EDV