Wien im Zeichen von Protesten

Klimaproteste vor Wiener Schulen sorgten für Verkehrsbehinderungen.
wien Klimaschützer der Organisation „Letzte Generation“ haben Montagfrüh eine Aktionswoche in Wien gestartet und Straßen vor Schulen blockiert. Um 7.45 Uhr, kurz vor dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien, wurden vor Schulgebäuden „verkehrsberuhigte Zonen geschaffen“, wie es die Aktivisten nannten. Laut Polizei kam es dabei zu „umfangreichen Verkehrsbehinderungen“.
38 Anzeigen gegen Aktivisten
Eine Blockade in der Wiedner Hauptstraße wurde vor der Umsetzung von Beamten verhindert. Die drei weiteren nicht angemeldeten Versammlungen wurden behördlich aufgelöst und der Verkehr konnte jeweils nach rund 45 Minuten wieder freigegeben werden. Es wurden 38 Anzeigen nach dem Versammlungsgesetz, Sicherheitspolizeigesetz und nach der Straßenverkehrsordnung gelegt.
Weitere Aktionen angekündigt
Gründe für Festnahmen lagen bei den Einsätzen Montagfrüh nicht vor, damit dürften die beteiligten Klimaschützer ihre für die ganze Woche angekündigten Aktionen in Wien in den kommenden Tagen fortsetzen. „Wir kommen morgen wieder“, twitterte die „Letzte Generation“ nach Ende der Blockaden am Vormittag.
Die Organisation hatte nach mehrwöchiger Pause ihrer Straßenblockaden in Wien angekündigt, eine Welle an Störaktionen in der Bundeshauptstadt abzuhalten. Die Teilnehmer wollten vor allem durch Festkleben an Fahrbahnen erreichen, dass der motorisierte Verkehr streckenweise zum Erliegen kommt. In einer Aussendung forderte die Organisation die Bundesregierung auf, „die eigenen Klimaziele endlich ernst zu nehmen und umgehend die einfachsten, billigsten Maßnahmen wie Tempo 100 auf der Autobahn“ umzusetzen.