Riesenaquarium in Berlin geplatzt

Welt / 16.12.2022 • 22:39 Uhr
In dem Riesenaquarium lebten 1500 Fische aus über 100 verschiedenen Arten. dpa
In dem Riesenaquarium lebten 1500 Fische aus über 100 verschiedenen Arten. dpa

Der 16 Meter hohe AquaDom war mit einer Million Liter Wasser und 1500 Fischen gefüllt.

Berlin Das Großaquarium im Sea Life nahe dem Berliner Dom mit einer Million Liter Wasser und 1500 Fischen ist geplatzt. Dabei wurden am Freitagmorgen Teile des umgebenden Hotels zerstört. Hinweise auf einen gezielten, gewaltsamen Anschlag gab es laut Polizei zunächst nicht. Stattdessen wird eine Materialermüdung vermutet, die Ermittlungen zur Ursache laufen. Zwei Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Wenige Fischer überlebten

Die Polizei sprach von einem lauten Knall, der zu hören war. Bei der Feuerwehr ging um 5.43 Uhr der Alarm eines automatischen Feuermelders in dem Hotel ein. Teile der Fassade des Hotels, in dem sich das Aquarium befand, seien auf die Straße geflogen. Große Mengen Wasser strömten bis auf die Straße und die Kanalisation, aber auch in Keller und benachbarte Einrichtungen. Statiker müssen nun die Sicherheit der Gebäude überprüfen. Polizei und Feuerwehr waren seit dem Morgen mit jeweils etwa 100 Personen im Einsatz. Von den rund 1500 Fischen im Wasser überlebten nur wenige in Pfützen. Hotelgäste berichteten, dass im durchnässten Erdgeschoss zwischen den Resten des Beckens überall tote Fische lagen. Weitere Hunderte Fische in Becken im Keller, die der Nachzucht dienten, konnten gerettet werden. 

Der Aquadom im Sealife war nach Angaben der Betreiber das „größte, zylindrische frei stehende Aquarium der Welt“, eine bei vielen Touristen bekannte Attraktion in Berlin. Es war ein Behälter aus Acrylglas, der 16 Meter hoch war und einen Durchmesser von 11,5 Metern hatte. Besucher konnten in einem Aufzug durch das Innere des Aquariums hindurch fahren.

Teile der Fassade eines Hotels sind auf die Straße geflogen, zwei Menschen wurden verletzt. AFP
Teile der Fassade eines Hotels sind auf die Straße geflogen, zwei Menschen wurden verletzt. AFP
Wegen der schweren Beschädigungen wurden rund 300 Gäste aus dem Hotel gebracht. RTS
Wegen der schweren Beschädigungen wurden rund 300 Gäste aus dem Hotel gebracht. RTS