Ex-Schüler zündet Sprengsatz vor russischem Nonnenkloster
moskau Ein früherer Schüler eines christlichen Gymnasiums hat Montagfrüh auf dem Gelände des russischen Nonnenklosters Wladytschni einen offenkundig selbst gebauten Sprengsatz gezündet. Dabei wurden der 18-Jährige selbst und mehrere Kinder verletzt, einige davon schwer, wie die Behörden mitteilten. Die Explosion ereignete sich am Eingang des Gymnasiums der russisch-orthodoxen Kirche in der Stadt Serpuchow im Moskauer Gebiet rund 90 Kilometer südlich der russischen Hauptstadt.
Das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau teilte mit, dass ein Verfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet worden sei. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Der junge Mann soll die Bombe selbst gebaut haben. Es gab keinen Hinweis auf einen Terroranschlag, sondern vielmehr auf persönliche Probleme des Verdächtigen. Acht Kinder mussten in Krankenhäusern behandelt werden.
Mehrere Amokläufe dieses Jahr
Untersucht werde auch, ob der Verdächtige aus Hass auf Lehrkräfte der Schule und auf die Nonnen den Sprengsatz gezündet haben könnte. In Russland hatte es in diesem Jahr mehrere Amokläufe an Bildungseinrichtungen gegeben. In der rund 1200 Kilometer östlich von Moskau entfernten Stadt Perm hatte im September ein Jusstudent mit einem Jagdgewehr um sich geschossen, sechs Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt.