Verhandlungen gescheitert

Welt / 29.10.2021 • 22:41 Uhr
Die Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete in der Antarktis scheiterte erneut. Reuters
Die Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete in der Antarktis scheiterte erneut. Reuters

Hobart Die von Umweltexperten dringend geforderte Einrichtung des größten Meeresschutzgebiets der Erde in der Antarktis wird um mindestens ein weiteres Jahr verschoben. Bei der 40. Konferenz der Antarktis-Kommission CCAMLR im australischen Hobart gelang wegen des Widerstands von Russland und China wieder kein Durchbruch – wie bereits seit fünf Jahren. „Die Kommission soll Meeresschutzgebiete in der Antarktis schaffen, lässt sich aber Jahr für Jahr von einzelnen Bremserstaaten vorführen“, sagte Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Schöttner der Deutschen Presse-Agentur. Konkret geht es darum, ein vier Millionen Quadratkilometer großes Gebiet in der Ostantarktis, der Antarktischen Halbinsel und im artenreichen Weddellmeer unter Schutz zu stellen. Es wäre die größte Meeresschutzmaßnahme der Geschichte. Viele Staaten setzen sich seit Jahren für das Schutzgebiet ein. China und Russland haben den Vorschlag aber bisher erfolgreich blockiert. Die CCAMLR-Mitglieder einigten sich immerhin darauf, die Schutzmaßnahme, die die vorläufigen Fangmengen von Krill reguliert, zu verlängern.