Zweifel an Zurechnungsfähigkeit des Tatverdächtigen in Norwegen

Welt / 15.10.2021 • 22:46 Uhr
Ein 37-jähriger Däne hat in Kongsberg fünf Menschen getötet. Rts
Ein 37-jähriger Däne hat in Kongsberg fünf Menschen getötet. Rts

Oslo Der Mann, der im norwegischen Kongsberg fünf Menschen getötet haben soll, muss für vier Wochen in Untersuchungshaft. Die ersten zwei Wochen muss er isoliert verbringen. Außerdem verhängte das Gericht ein Besuchs-, Medien- und Briefverbot. Aufgrund seines Gesundheitszustandes sei er aber nicht im Gefängnis, sondern in einer geschlossenen medizinischen Einrichtung untergebracht, sagte ein Polizeisprecher. Man halte es für wahrscheinlich, dass der Mann psychisch krank ist. Rechtspsychiater sollen nun beurteilen, ob der Mann zurechnungsfähig ist.

Der 37-jährige Däne hatte eingeräumt, am Mittwochabend in Kongsberg mehrere Menschen mit Pfeil und Bogen und anderen Waffen angegriffen zu haben. Er erkenne keine Strafschuld, sondern nur die faktischen Vorfälle, sagte der Polizeisprecher. Der Sicherheitsdienst der norwegischen Polizei hatte die Tat zunächst als Terrorhandlung eingestuft, den Verdacht aber später abgeschwächt.