Neue Anhörung im Fall Eitan in Tel Aviv

Tel Aviv Nach dem Tod seiner Eltern und seines Bruders bei dem Seilbahnunglück am Lago Maggiore im Mai wird um den einzig überlebenden Buben in seinem Heimatland Israel ein Sorgerechtsstreit geführt. Im Fall des sechsjährigen Eitan hat am Freitag vor einem Familiengericht in Tel Aviv die zweite Anhörung begonnen. Diese fand jedoch hinter verschlossenen Türen statt. Weitere Gerichtsverhandlungen sind bereits für heute, Samstag, und am Sonntag angesetzt.
Geprüft wird, ob das Kind an seine Tante väterlicherseits zurückgegeben werden soll, die von den italienischen Behörden das Sorgerecht für den Sechsjährigen erhalten hatte. Bei der ersten Gerichtsverhandlung am 23. September hatte das Familiengericht beschlossen, dass das Kind seine Zeit sowohl bei der Tante als auch bei den Angehörigen mütterlicherseits verbringen müsse.
Die Tante setzt für die Rückkehr Eitans auf eine internationale Vereinbarung, nämlich das Haager Kindesentführungsübereinkommen, dem sich sowohl Israel als auch Italien angeschlossen haben.