Größter Kokainschmugglerring Europas zerschlagen
Madrid Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern den nach eigenen Angaben größten Schmugglerring für Kokain Europas zerschlagen. Dabei seien 61 Verdächtige vor allem aus Balkanländern festgenommen worden, 13 in Spanien und die meisten anderen in Slowenien, teilte die Polizei am Dienstag mit. Es seien in Spanien 2,7 Tonnen Kokain und in der Karibik 1,3 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden. Zudem wurden zweieinhalb Tonnen Marihuana und 600.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Festnahmen bereits im Frühjahr
An den jahrelangen Ermittlungen unter Leitung der europäischen Polizeibehörde Europol seien neben Polizisten aus Spanien auch Kollegen aus Deutschland, Kroatien, Slowenien und Serbien sowie Kolumbien und US-Beamte beteiligt gewesen. Die Festnahmen in Spanien seien bereits im Frühjahr dieses Jahres in Barcelona, Madrid, Malaga, Tarragona, Girona und Valencia erfolgt. Die Bande habe große Mengen Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt und in verschiedenen Ländern Europas verteilt. Der Zugriff sei erfolgt, als eine Lieferung von 1,25 Tonnen Kokain, das von Brasilien aus auf dem Seeweg nach Europa gebracht worden war, in Spanien eintraf. Die Ermittlungen seien schwierig gewesen, weil die Mitglieder nirgendwo dauerhaft lebten und schnell von Land zu Land gereist seien.