Im Fall Eitan wird nun auch gegen die Oma ermittelt

Welt / 14.09.2021 • 22:44 Uhr
Vor fast fünf Monaten stürzte die Gondel im Piemont ab.  AP
Vor fast fünf Monaten stürzte die Gondel im Piemont ab.  AP

Rom Die Ermittlungen um den nach Israel entführten, überlebenden Bub des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore in Italien im Mai ziehen immer weitere Kreise. Die Justiz hat nun auch Untersuchungen gegen die Großmutter des Sechsjährigen israelischer Abstammung aufgenommen, der von der Familie mütterlicherseits von Italien nach Israel gebracht worden war. Der Vorwurf lautet auf Kindesentführung. Diesbezügliche Ermittlungen laufen bereits gegen den Großvater.

Das Kind wird derzeit laut den Angehörigen in einem Krankenhaus in Tel Aviv behandelt. Der Bub soll von den israelischen Verwandten der in Italien lebenden Tante väterlicherseits entzogen worden sein, die von den Behörden das Fürsorgerecht erhalten hatte.

Der Bub hatte beim Absturz einer Seilbahn-Gondel am 23. Mai seine Eltern und seinen Bruder verloren. Insgesamt kamen bei dem Unfall 14 Menschen ums Leben. Ein Gericht ernannte die in Pavia in der Region Lombardei lebende Schwester des Vaters zum Vormund.